Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Berg am Starnberger See

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im 2. Halbjahr 2018

09.07., 17.09., 15.10.

jeweils 20.00 Uhr


Familien- und Kindergottesdienste

22.07., 02.12.


Theologie für die Gemeinde
mit Pfarrer Johannes Habdank

Montag 22.10., 20.00 Uhr


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Tanzen mit Christa 
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20.07., Aug. entfällt, 21.09., 19.10.

  jeweils Freitag, 20.00 Uhr


 





Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Berg am Starnberger See

Aktuell

Gründonnerstag 2018

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Feier der Lebensgaben Gottes beim Tischabendmahl 
mit Pfarrer Prof. Dr. Klaus-Peter Jörns

Diese Feier (Liturgie K.-P. Jörns) ist durchgehend als Eucharistiegebet (Danksagender Lobpreis) gestaltet. Der nachstehende Text kann auch hier heruntergeladen werden.

Klavier: Bach-Aria zur Einstimmung

Begrüßung und Einführung

Lied EG 272

Liturg/in:  Gelobt sei Gott, in dem alles Leben Herkunft und Zukunft hat; gelobt sei Gott, der, seit es Menschen gibt, mit vielen Namen und in vielerlei Gestalt gepriesen und zu Hilfe gerufen, aber wegen des Elends in der Welt auch angeklagt wird; gelobt sei Gott, den Jesus uns als mitlebenden und mitleidenden Vater verstehen gelehrt hat; er ist in Geist und Liebe in uns gegenwärtig und erfreut uns mit seinen Lebensgaben.

Liturg/in: Wir danken Gott für das Licht, die Quelle des Lebens. Gott ist Licht und erleuchtest uns, damit es hell werde in uns und wir für einander Licht sein können.

Liturg/in: Wir sagen Gott Dank für das Wasser, die andere Quelle des Lebens. Nur weil es Wasser gibt, gibt es Pflanzen und andere Lebewesen, von denen wir leben. Wir wollen lernen, sparsam mit dieser köstlichen Lebensgabe umzugehen, denn das Recht auf Leben, für das wir einstehen, fängt mit dem Zugang zu frischem Wasser an.

Liturg/in: Wir preisen Gott für das Brot des Lebens, das er uns als leibliche und geistliche Speise gibt. Es stärkt uns, die Erde zu bewahren, damit Menschen und Tiere über alle irdischen Grenzen hinweg das tägliche Brot finden.

Liturg/in: Wir loben Gott auch für die Frucht des Weinstocks. Im Kelch mit Wein schmecken wir seine Nähe. Wie aus den Trauben Wein geworden ist, so soll von den Religionen der Erde eine gemeinsame Kraft ausgehen, die dem Frieden dient.

Liturg/in: Wir sagen Gott Dank für die Blumen und alle anderen Pflanzen. Sie geben uns Farben und Formen, die uns erfreuen, und Luft zum Atmen. Und wir danken Gott für die Tiere. Mit ihnen haben wir eine gemeinsame Herkunft und eine gemeinsame Zukunft auf dieser Erde – oder keine Zukunft.

Liturg/in: Wir preisen Dich für jedes gute und klare Wort, das uns erreicht. Für alle Liebe, die uns schön macht, und für jede Herausforderung, die uns weiterbringt und reifen lässt.

Liturg/in: Wir preisen das Wunder des Lebens, in dem wir Gott täglich erfahren, und das sich in Kunst und Musik vielfältig spiegelt.

Musik von CD: Arvo Pärt, Für Alina (Nr. 5, 2‘ 41“)

Liturg/in: Wir sagen Gott Dank für das Leben und die gute Botschaft Jesu. Für sein Leben von Anfang bis zum Ende, für die Kraft der Liebe Gottes, aus der er gelebt und seinen Weg zu uns, bis hierher und heute, gefunden hat. „In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis.“ „Das Wort ward Mensch aus Fleisch und Blut und wohnte unter uns.“ Und die Evangelien zeigen uns seine Herrlichkeit, „voll Anmut (χαρις) und Wahrheit.“ (Johannes 1,4.5.14)

So sehen wir ihn bei dem Aussätzigen, den niemand heilen konnte: Er heilt nicht nur seinen Leib, sondern auch seine Seele, er lässt ihn frei aus allem, was ihn in der Vergangenheit seiner Schuld festgehalten hatte: „Deine Sünden sind dir vergeben“ (Markus 2,1-12). Und wir lesen, wie er sich an einem anderen Ort für eine Hure einsetzt, derer sich viele Männer bedient hatten. Als sie anfangen wollten, Steine auf die Hure zu werfen, um voreinander Anständigkeit herauszukehren, sagte er ihnen: „Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein“ (Johannes 8,7). Wir lesen, dass kein Stein geflogen ist.

Wir hören, dass er interveniert hat, als wieder einmal versucht wurde, die guten Weisungen Gottes gegen die Menschen zu kehren und ihr Lebensrecht auf Mil-limeterpapier zu berechnen. Er sagt: „Gottes Gebote sind für die Menschen gemacht, sollen ihnen leben hel-fen. Er hat die Menschen nicht gemacht, damit sie Ge-bote erfüllen.“ (Markus 2,27).

Auch in jener Beispielgeschichte leuchtet seine Herr-lichkeit auf, die er von einem jungen Mann erzählt, der sein ordentliches Leben einmal von außen betrachten und nicht mehr nach gutbürgerlichen Regeln leben wollte. Das Leben finden wollte er – und sich selbst. Er brachte dabei sein Erbe durch und ging fast zu Grunde. Gerettet hat ihn die Erinnerung an seinen Vater und dessen unverlierbare Liebe. So kehrte er zurück. Und wir erinnern, dass Jesus die Geschichte so gefügt hat, dass der Vater aus Glück über die Heimkehr des Sohnes ein Fest feiern lässt, ohne zu rechnen und zu rechten. Einfach aus Liebe - und mit aller Phantasie, die auf einen neuen Anfang für den Sohn zielt. (Lukas 15,11-32) Jesus hat uns glauben gemacht, dass Gott hinter diesem Vater zu erkennen ist.

Ja, wir hören mit Staunen, dass Jesus die Würde, Gottes Sohn zu sein, allen Menschen zugesprochen hat, die seinen Weg gehen wollen. Ihnen allen, Männern und Frauen, hat er die Vollmacht gegeben, anderen Menschen Sünde und Schuld zu vergeben (Matthäus 5,3-10; 6,12). Andere Priester braucht es nicht.

Und Jesus strahlt Hoffnung auf eine neue Welt aus, wenn er aus Juden und Andersgläubigen und so genannten Heiden wieder Menschen macht, die ihre Herkunft und Zukunft ausnahmslos von dem Einen Gott haben. Er hat dazu ermutigt, das Leben in seiner ganzen Fülle und Weite wahrzunehmen, als er das Reich Gottes für Kinder und Frauen geöffnet hat und sie mitreden ließ über alles, was wichtig ist im Leben. Es ist ja ihr Leben.

Und noch bevor er zu den Menschen gegangen ist, se-hen wir ihn in der Gemeinschaft der Tiere. Da erfährt er die Gewissheit, dass Gottes Geist mit ihm ist (Markus 1,12f.). Später hören wir, dass er seinen Zeitgenossen zugemutet hat, die Sabbatruhe zu brechen, um ein Schaf vorm Ertrinken zu retten (Matthäus 12,11).

Glanz geht von ihm aus, auch weil er Gewalt als Mittel, Macht auszuüben, verworfen hat. Er lebte vor, dass alle wirkliche Macht von der Liebe ausgeht; denn Liebe kann leiden, ohne zurückzuschlagen. Sie kann Herzen erheben und bezwingen, auch wenn es Zeit braucht und immer neue Anläufe – weil wir alle nach Väter Art gelernt haben, doch immer wieder als letzte Weisheit auf Gewalt zu setzen.

Gelehrt hat er uns, dass es keine Schuld gibt, durch die ein Mensch sein Lebensrecht verlieren könnte; und dass wir unsere größte Würde zeigen, wenn wir bereit sind zu vergeben und um Vergebung zu bitten.

Gott hat er zu den Leidenden gebracht, ja, er hat Gott mit den Liebebedürftigen, den Hungernden, Dürstenden, Rechtlosen und Entwürdigten identifiziert. ‚Nie-mand hat Dich, Gott, je gesehen; aber Jesus hat Dich uns glaubwürdig gemacht.’ (Johannes 1,18) Dass Got-tes Liebe wahr und gerecht ist, strahlen Jesu Wege und Leben aus – mal ganz zart, und mal mit der Schärfe der Wahrheit verbunden.

Aber ihn hat auch Wehmut erfasst. Denn „das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt, …, doch die Welt erkannte ihn nicht.“ (Johannes 1,9f.) Also musste Jesus ertragen, dass die Welt auch Gott ablehnt. Obwohl er nicht leiden wollte, ist er selbst vor der Hinrichtung nicht geflohen.

Wir danken Gott, dass Jesus gelebt hat und nicht im Tod verschwunden ist. Mit seinem Bild von Gott verbinden wir aber auch alles Gute und Mutmachende, was Menschen in anderen Religionen von Gott erfahren haben. Wir fügen es in uns zu-sammen zu der Gewissheit, dass wir an Gott teilhaben im Leben und im Sterben. Gottes Geist wird das schwere Leben und unsere Seelen leichtmachen und uns, wenn wir sterben, in eine neue Gestalt von Leben verwandeln.

Wir glauben: Gott ist Liebe. Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Wir glauben: Liebe ist stärker als der Tod.


Lied (Text: K.-P. Jörns, Melodie „Christe, du Lamm Gottes“, EG 190,2)

Jesus, geistgeboren, offenbarst: Gott liebt die Welt.
Wir sind geborgen.
Jesus, hingerichtet, brichst die Herrschaft der Gewalt
am Ostermorgen.
Jesus, auferstanden, zeigst: der Gott der Schöpfung wirkt
auch im Tod verborgen.

 

Liturg/in A: Im Leben und im Sterben haben wir die Gewissheit, dass Gott mit uns ist. Lasst uns Gott Dank sagen und unter uns teilen die leiblichen und geistlichen Gaben, die uns erhalten und erfreuen. Damit tun wir, was Jesus getan hat, wenn er mit seinen Weggefährten das Mahl hielt:

Dann nahm er Brot, dankte, brach es, gab es ihnen und sprach: Nehmt und esst. Brot des Lebens ist es, und Brot des Lebens bin ich für euch. Nach dem Mahl nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, gab ihnen den, und sie tranken alle daraus.

Liturg/in B: Und nun lasst uns Brot und Wein teilen und das Wunder des Lebens schmecken.

Kommunion

Die Kommunikanten und Kommunikantinnen reichen sich Brotschale und Kelch weiter und sprechen einander zu: „Brot des Lebens für dich“ und „Gottes Liebe für dich.“ Die Orgel paraphrasiert das nach der Austeilung zu singende Lied.

Lied: Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht (Text: C.-P. März)

Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht / und das Wort, das wir sprechen, als Lied erklingt, / dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut, / dann wohnt er schon in unserer Welt. / Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht / in der Liebe, die alles umfängt, in der Liebe, die alles umfängt.

Dank

Musik von CD: Arvo Pärt, Spiegel im Spiegel (Nr. 11, 9’10“)           

(Liturgie: Klaus-Peter Jörns)

Fotos von der Feier und vom anschließenden gemeinsamen Gründonnerstags-Essen finden sich in der Bildergalerie.

 

 

 

 

 

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