Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Berg am Starnberger See

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Aktuell

Familiengottesdienst am 8. So. nach Trinitatis (22.07.2018) -- "Die Sonnenblume"

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"Die Sonnenblume"

Kennt ihr das Geheimnis der Sonnenblume? — Und dass dieses Geheimnis auch mit unserem Leben zu tun hat? Es ist ein Geheimnis, das uns durch die Jahreszeiten begleitet, aber eigentlich auch durch alle Zeiten unseres Lebens. Die folgende Geschichte lässt uns verstehen, was es mit der Sonnenblume und uns auf sich hat.

Die Sonnenblume ist ja eine typische Sommerpflanze. Vielleicht habt ihr ja auch eine oder ein paar davon im Garten. So wie die, die seit einigen Tagen vor Pauls Haus blühen. „Jede Sonnenblume hat ein Geheimnis", sagt die Mutter. „Ich bin ja mal gespannt, ob du das rauskriegst!" — Oft steht Paul seitdem im Garten und sieht sich die Blumen an. Er berührt ihre Blätter und stellt fest, dass sie ganz rau sind. „Ist es ihre Oberfläche?" fragt Paul. „Nein, sagt die Mutter, „das ist nicht das Geheimnis!" — Später holt sich Paul einen alten Stuhl, stellt sich darauf und guckt in den Blütenkelch. Dabei sieht er, dass die Sonnenblume aus vielen kleinen Blüten besteht. „Jetzt habe ich es herausgefunden!" lacht er und rennt schnell zu seiner Mutter. „Ich habe das Rätsel der Sonnenblume gelöst!" ruft er. Aber wieder schüttelt sie den Kopf.

Nach der Schule kann Paul es nun gar nicht erwarten nach Hause zu kommen. Er will das Geheimnis doch unbedingt herausfinden. Mittlerweile regnet es, aber das kriegt Paul gar nicht so mit. Wieder huscht er in den Garten und bemerkt etwas Merkwürdiges. Während alle anderen Blumen ihre Blüten geschlossen haben, um sich vor dem Regen zu schützen, ist die Blüte der Sonnenblume weit geöffnet. Und dann noch etwas: Der geöffnete Blütenkelch schaut in Richtung der Sonne, die sich hinter den Wolken versteckt hat. Es ist so, als ob die Sonnenblume den Jungen anstrahlt und sagen will: „Sei nicht traurig, dass es regnet. Die Sonne scheint trotzdem, nur siehst du sie nicht!" — Und auf einmal ist Paul ganz fröhlich. Er stürmt zur Mutter und sagt: „Sie bleibt immer offen, auch bei Regen. Sie strahlt jeden an, der sie anschaut, den Fröhlichen und den Traurigen. Es ist so, als wolle sie sagen: 'Vergiss nicht, es scheint auf jeden Fall die Sonne — in hellen wie in trüben Tagen?" — „Ja", sagt die Mutter, „du hast es erraten. Das ist ihr Geheimnis. Und genauso ist es auch in unserem Leben!" — „Wieso?", fragt Paul. — „Nun, was du eben an der Sonnenblume entdeckt hast, erleben wir Menschen auch jeden Tag mit Gott. Er schaut uns an und will uns zeigen, wie lieb er uns hat.

 "Sonnige" Predigt von Pfarrer Johannes Habdank 

Liebe Gemeinde,

in der Antike haben viele Völker an die Sonne geglaubt und die Sonne selbst als Gott angebetet und verehrt. Warum? Ohne Sonne kein Leben, kein Licht, keine Wärme, nur finstre Nacht und leblose Kälte.

Jeder, der schon einmal ein Kreuzworträtsel gemacht hat, kennt den Klassiker: Sonnengott mit 2 Buchstaben? Re. Das war bei den Alten Ägyptern so, da gab es diesen Sonnengott , dann aber auch einmal unter dem Namen Aton als große Lichtscheibe, und der Pharao, der ihn besonders verehrte, und zwar als den höchsten und eigentlich einen und einzigen Gott, war der berühmte Echnaton, dessen Name bedeutet: der, der Aton dient. Das war das erste Mal, dass für eine kurze Zeit ein Volk nur einen Gott angebetet hat bzw. verehren sollte. Das gab es dann erst wieder bei den alten Isareliten und im Christentum, und daher hat auch der Islam seinen Ein-Gott-Glauben, „Monotheismus“.

Wie bei den alten Ägyptern so war es auch bei vielen anderen Völkern: sie glaubten an die Sonne als Gott, neben vielen anderen Göttern, so z.B. die Babylonier an Samas, die Griechen an Helios oder an Apollon als Lichtgott, die Römer und Germanen an Sol – oder etwa das Urvolk auf den Kanaren, die Guanchen, an Magec; oder bis heute noch ein Indianerstamm der Sioux, die Lakota in South-Dakota an Wakan, das bedeutet: „wunderbar, unbegreiflich, geheimnisvoll“ - ja, diese Völker damals und auch noch heute, wissen schon auch, worum es in der Region zu tun ist: das Wunderbare, Unbegreifliche, Geheimnisvolle, auf die ihnen einsichtige Weise haben sie sich eben naturreligiös auf die Sonne verlegt.

Auch die Azteken glaubten an einen Sonnengott, der zugleich ein Kriegsgott war, der hieß: Huitzilopochtli, oder auch Vitzliputzli, bedeutet: „Kolibri des Südens“, meint den Sonnengott.

(Kleine Story am Rande: Ich habe einer kleinen Nichte von mir, 8 Jahre alt, vor zwei Tagen erzählt, weil ich wissen wollte, wie das bei Kindern ankommt: Du, da gibt es in Südamerika ein Volk der Azteken, die haben an die Sonne geglaubt, und sie nannten ihren Sonnengott „Vitzliputzli“. Sie fand das – völlig erwartungswidrig und für dieses Alter auch unerwartet abgeklärt – eigentlich gar nicht lustig, hat nur ganz kurz und trocken gesagt: Vielleicht finden die den „Gott“ bei uns auch komisch?)

Auch heute noch beten viele Menschen die Sonne an, die große internationale gesellschaftliche Gruppe der sog. Sonnenanbeter, um schön knusprig braun zu werden im Urlaub, nicht nur an der Costa del Sol!

Ja, Sonnenreligion gibt es seit jeher in vielen Völkern und Formen, bis heute.

Wenn nun in der Bibel von Gott als der Sonne die Rede ist, dann glauben wir damit nicht an die Sonne als Gott. In der Schöpfungsgeschichte wird vielmehr die Sonne als Geschöpf Gottes wie alles andere auch dargestellt und als großes Licht, wie es heißt, am vierten Schöpfungstag an den Himmel hingeheftet. Die Sonne ist nicht Gott! Das hat man damals widerständig gegen die Babylonier gesagt, die herrschten! Also: die Sonne ist kein Gott. Aber man kann bildlich Gott in einigen Punkten mit der Sonne vergleichen und damit etwas über unseren Glauben an Gott und unser Verhältnis zu ihm sagen!

Wie bei der Geschichte mit der Sonnenblume vorhin: Die Sonnenblume richtet sich aus nach der Sonne, so wir im Glauben und Leben nach Gott. Die Sonnenblume bezieht ihr Licht und ihre Lebenskraft, ihre Energie von der Sonne her. So wir aus Gott, der uns geschaffen hat samt aller Kreatur, auch die Sonne: von Gott gewinnen wir Lebensenergie und Lebensmut. Die Sonnenblume richtet sich auch dann nach der Sonne, wenn die Sonne gar nicht zu sehen ist, weil der Himmel bedeckt, von Wolken verhangen ist. So dürfen auch wir glauben, dass Gott, wenn er uns verborgen ist und wir nicht wissen, ob er überhaupt noch da ist, uns dennoch durchs Leben trägt, es gut mit uns meint und uns erhält. Und wenn es uns einmal wirklich „nass rein“ geht, wie der Sonnenblume, wenn´s regnet, dann bleiben wir wie sie offen für Gottes Kraft und Segen - von hinter den Wolken, aus dem Verborgenen und uns Ungewissen, dass er weiter mit uns ist auf unseren Wegen. Wie es im Lied von Paul Gerhardt heißt: „Befiehl du deine Wege, und was dein Herze kränkt, der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.“
Ja, wer weiß, vielleicht kommt Gott plötzlich und unvermutet „aus der Sonne“, wie wir sagen, hilft dir und trägt dich weiter auf deinem Weg!
Im Psalm 84 heißt es: „Gott ist Sonne und Schild, gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.“ Also: er wird alles für uns tun! So verstanden, ist der Glaube die wahre Sonnenenergie für unsere Seelen und unser Leben!

Amen. -

Ja, Herr, “Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.” (aus Psalm 16).

Amen.

 

 



Weitere Fotos vom Gottesdienst und anschließendem Imbiss in der Fotogalerie

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