Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Berg am Starnberger See

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"Lindenbichl 2019"
Ausgebucht!


Ägyptenreise 2019
vom 2. bis 9.5.2019

Informationen hier (mit Info vom 22.1.)


 Kirchenvorstands-
sitzungen

11.03., 08.04., 06.05.,
03.06., 08.07., 16.09.

jeweils 20.00 Uhr


Familien- und Kindergottesdienste

24.3, 21.04., 26.5.,
30.05., 21.07.


Theologie für die Gemeinde

mit Pfarrer Johannes Habdank

Montag 27.05.2019,
20.00 Uhr


Offenes Tanzen 

Tanzen mit Christa 
für Jung und Alt

15.02., 22.03., 26.04.,
24.05., 21.06., 19.07. 

  jeweils Freitag, 20.00 Uhr


 





Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Berg am Starnberger See

Aktuell

17.01.2019 - Ökumenischer Neujahrsempfang

Aktuell >>

im Katharina von Bora-Haus

Festvortrag von Wilhelm Christoph Warning "Das Neue"

Nino Gurevich, Piano - Jeremias Pestalozzi, Violine

 

Henry Wieniawski (1835-1880), Violinkonzert Nr.2 d-Moll,
                                                     1. Satz Allegro moderato

 

Begrüßung: Pfarrer Johannes Habdank 

Anhören: 

 

 

Grußwort: Pfarrer Albert Zott

Anhören: 

 

 

Franz Schubert (1797-1828), Sonate A-Dur, 3. Satz Andantino

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Festrede: Wilhelm Christoph Warning "Das Neue"

 

 

 

 

     

 

Anhören:

 

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren!

Es ist mir eine Ehre, zum Neujahrsempfang etwas Nachdenklichkeit beisteuern zu können. Denn über „das Neue“ an einem Neujahrsempfang zu sprechen, ist mehr als nur ein Kalauer, weil das Thema wahrlich ein weites Feld bietet und existenzielle Fragen berührt. So zieht es sich zum Beispiel durch unser ganzes Leben, schon weil wir dem Wechsel zwischen Alt und Neu andauernd ausgesetzt sind: Unser Atem, unser Blut, unsere Zellen erneuern sich und wir existieren gewissermaßen „in Zyklen des Absterbens und Erneuerns“. Zudem werden wir in der Welt täglich mit Neuem konfrontiert, schon durch die diversen Medien – im digitalen Zeitalter müsste man sagen: die inzwischen gänzlich unübersehbare Menge der Medien, zu denen, vor allem in den sogenannten „social media“ ständig neue dazukommen, andere wieder verschwinden. Sie überfluten unsere Welt mit ihrer zerstreuenden Geschwätzigkeit und all den Irrnissen und Wirrnissen, die sie auch verbreiten.

Und weil ich gerade bei den Medien bin und dort, in Bayern 2 selbst tätig war, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass vor dem Hintergrund der sich immer rascher verändernden Medienlandschaft wie der zu reportierenden Ereignisse der Druck, möglichst als erster „das Neue“ zu berichten, immer stärker geworden ist. Dieser Druck überlagert längst die Frage nach Sinn und Inhalt des „Neuen“. Politisch wie gesellschaftlich. Inzwischen ploppen die neuesten Nachrichten, die „News“ selbst im Smartphone auf. Offenbar soll dies ein Gefühl vermitteln, man habe die Hand am Puls der Zeit und nehme Teil an allen scheinbar wichtigen Ereignissen, so als ob man dadurch mehr wisse über unsere komplexe Lebenswirklichkeit.
 
Deshalb vorweg: Angesichts der Fülle der Aspekte, die unser Thema bietet, kann ich meine Überlegungen allenfalls skizzieren, schon in Anbetracht der Zeit. Schließlich wollen sie ja auch ins Gespräch miteinander kommen.

Schreiten wir also mit Sieben-Meilenstiefeln und 10 Kapiteln durch die Gefilde des Neuen und beginnen mit

Kapitel eins, den definitorischen Fragen:

Der Begriff „Neues“ scheint auf den ersten Blick klar und eindeutig. Neu ist, was nicht alt ist, nicht in die Vergangenheit gerutscht ist. So sind Erinnerungen, folgt man dieser Definition, nicht neu. Wobei…Was, wenn man, sagen wir in einem therapeutischen oder geistlichen Prozess, beim Auftauchen einer verschollen geglaubten Erinnerung plötzlich und blitzartig eine alles verändernde Erkenntnis, eine unvermutete Einsicht hat? Alt oder neu? Oder beides, miteinander verklammert?

Aber, jenseits dieser Unschärfe, die uns freilich begleiten wird, gibt es das Neue, ganz eindeutig: Etwa bei den sogenannten „bildgebenden Verfahren“ in der Medizin.

Oder beim Zahnarzt: Jeder Mensch wird wohl lieber in eine Praxis mit möglichst neuen Geräten gehen. Sich keiner alten Tretmaschine anvertrauen, sondern einem modernen Turbinenbohrer mit Rotationsantrieb. Der lässt mich, liege ich auf dem Stuhl, trotz vieler Zweifel an den Fortschritt glauben. Aber ist das Gerät meines Zahnarztes, den ich sehr schätze, wirklich neu, oder schon älter? Gar veraltet?

Mein Laptop, sechs Jahre alt – du  meine Güte, ein Museumsstück. In derselben Zeit habe ich schon zum dritten Mal das Smartphone gewechselt – nicht immer freiwillig. Jetzt habe ich ein neues. Allerdings nur für mich neu, denn es gibt schon etliche Nachfolgemodelle. Ist „neu“ also ein relativer Begriff? Später mehr zu dieser Frage.

Was also ist das Neue? Gibt es das objektiv Neue überhaupt? Natürlich, ist man geneigt zu sagen. Neue Forschungsergebnisse und damit naturwissenschaftliche Erkenntnisse, neue Techniken, neue Staaten, Regierungen, Parteien, Unternehmen, gesellschaftliche Entwicklungen, neue Architektur, neue künstlerische Formen und so weiter.

Doch halt: So eindeutig ist das auch wieder nicht.

Denn was ist schon neu? Alles, was vorher noch nicht war?
 
Kapitel zwei: Das Neue, das Alte und die Zeit

Könnte Altes neu sein, wenn man es mit anderen Ohren hört, mit einem anderen Verständnis? Sie erinnern sich vielleicht, was ich eingangs sagte zu Erinnerung und Erkenntnis. Oder, um dem kirchlichen Ort hier gerecht zu werden: Öffnen Ihnen die Predigten zu den Lesungen aus der Bibel nicht immer wieder neue Sichten und Erkenntnisse, wenn Sie die Texte und ihre Auslegung hören? Übrigens: Sind die Evangelien neu oder alt? Und: Was kann uns die Theologie Neues über das Alte vermitteln? Steckt also im Alten unter Umständen Neues?

Nun treffen wir uns hier zu einem „Neujahrempfang“. Der hat Tradition. Ist er also schon alt oder immer wieder neu? Tatsächlich wäre da auch Platz für einen Ausblick und die Frage: Was wird das neue Jahr Neues bringen? Weil es ja erst wenige Tage alt ist Und so kann man sich immer noch „ein gutes, gesegnetes neues Jahr“ wünschen. Beiläufig: wie lange eigentlich? Wann ist das Jahr nicht mehr neu?

Und, eine weitere Frage: Kann ein neues Jahr überhaupt Neues bringen, oder ist dem Neuen / das neue Jahr eigentlich egal? Geschieht oder ereignet sich das Neue nicht ohnehin unabhängig von unserer Zeiteinteilung? Folglich kann man fragen, wann es entstand, das Neue. Begann es mit dem Urknall? Oder vorher? War der – vor ungefähr 13,7 Milliarden Jahren - auch der Beginn der Zeit? Vielleicht. Aber ist Zeit ohne Vergangenheit überhaupt denkbar? Diese Fragen sind nicht zu beantworten, weil der Brunnen der Vergangenheit unergründlich ist, wie Thomas Mann schreibt, und seine Tiefe sich als unauslotbar erweist. Gleichwohl nehmen wir doch an, dass es irgendwo im Einst der Zeit einen Anfang und damit den Beginn ihres linearen Flusses gegeben haben müsste. Der Bibel folgend wäre dies, als der Mensch die Einheit mit Gott verließ und deshalb sich das Werden mit dem Vergehen verband. Die Sterblichkeit Einzug hielt, und damit die Zeit. Sie fließt. Was bedeutet, dass sich das Neue im Moment seines Erscheinens in ein Altes, weil Vergangenes verwandelt, das nur durch das Erinnern vor dem Verschwinden bewahrt wird. Denn Neues und Altes sind ohne ein Werden und Vergehen nicht denkbar. Diesen Fluss wahrzunehmen, setzt deshalb das Bewusstsein für das Nacheinander von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft voraus, für Geschichte.

Ein kurzer Zwischenruf: Was also ist die Zeit?

Die Frage danach hängt mit der alten Erkenntnis zusammen, dass Zeit bekanntlich messbar, aber nicht definierbar ist. Man weiß, dass sie existiert, aber kann, wie Augustinus schon feststellt, sie nicht erklären, sondern nur in ihrer Verlaufsform erleben, „wissen“ wie er skeptisch formuliert. Also fragt er, die Antwort offen lassend: „Was also ist die Zeit?“

Daniel Defoe lässt in seinem 1719 erschienenen Roman seinen Helden Robinson Crusoe Kerben ins Holz schneiden, um Tage und Wochen zu markieren. Der braucht in der scheinbaren Zeitlosigkeit seiner einsamen Insel eine Orientierungshilfe, die ihn mit dem zu Hause gebräuchlichen Kalender verbindet. Defoe zeigt damit exemplarisch ein neues Verständnis für Zeit als dahinströmende, und für das Verhältnis von „alt“ und „neu“. Dieses Zeitverständnis führt im 19. Jahrhundert schließlich zum Neologismus „Neuzeit“ als Epochenabgrenzung zum Mittelalter.
 
Denn Zeit als erlebte Größe war, wie bei uns in eben diesem Mittelalter und noch weit bis ins 18 Jahrhundert - oder ist bei Kulturen ohne täglichen Kalender allenfalls an mythische Geschichten oder einschneidende, kollektive Erinnerungen geknüpft. „damals, zur großen Flut, oder damals, als der Sommer nicht endete, oder in jenem Winter, als der Schnee bis zu den Dächern reichte…“ Vergänglichkeit ist in diesem Erleben relativ, man lebt im Hier und Jetzt, weil im Mythos sich alles Alte regelmäßig erneuert. Ein Zeiterleben, das weitgehend mit Erinnern und Wiederholen  verknüpft ist, deshalb mit der Kompetenz der Erfahrung der weisen Alten, des Priester, der Priesterin.

Drittes Kapitel: Das Neue und Zeit der Kalender und der Uhren

Ich kann ihnen den Blick auf die Uhr nicht ersparen und werfe der Verdeutlichung halber noch einen in oder auf unseren Kalender. Denn, ganz klar, Kalender wie Uhr zeigen als Messinstrumente Vergangenheit als Altes, die Gegenwart, und die Zukunft als Neues an. Sie synchronisieren unser Leben, weltweit. Wobei die Willkürlichkeit und Relativität der Einteilung spätestens zur Zeitumstellung im Frühjahr und im Herbst deutlich wird. Deshalb ist auch die Antwort auf die Frage, wann ein neues Jahr beginnt, bekanntermaßen willkürlich:

Das neue Jahr begann früher, als der julianische Kalender galt, zu einem anderen Termin. An Neujahr angekommen, also am ersten Januar, wäre man 13 Tage später als bei dem derzeit offiziell gültigen gregorianischen Kalender. Was, nur in Klammern bemerkt, auch für Weihnachten gilt. Zeigt der gregorianische Kalender, also unsere Zeitmessung, den 7. Januar an, feiert man laut dem julianischen erst Weihnachten, weil dann erst 25. Dezember ist: Manche orthodoxen Kirchen wie die russische oder serbische, folgen dieser alten Zeitrechnung. Übrigens lange, bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts auch etliche protestantische Kirchen hier in Deutschland, die der päpstlichen Kalenderreform unter Papst Gregor dem 13. auch nicht folgen wollten. Das war 1582.
 
Und ich setzte noch eins drauf:

Unser Neujahr, also der 1. Januar, ist der Beginn des profanen Jahrs.

Das neue Kirchenjahr hat bereits am Abend vor dem ersten Adventssonntag begonnen. Zeit der Erwartung hin auf Jesu Geburt, die der Beginn einer neuen Zeit ist, weil der Mensch gewordene Gott die Tür zum schönen Paradeis aufgeschlossen hat, wie Paul Gerhard es in dem wunderbaren Lied „Lobt Gott ihr Christen allzugleich“ ausgedrückt hat. Deshalb das

Vierte Kapitel: Das Neue, die profane Zeit und das Heilige

Die Geburt Jesu, das Erscheinen des Wortes, ist unserer Rechnung nach das Jahr Null. Die Zeitenwende. Das ganz Neue. Da kommen nun in unseren begrifflichen Horizont beide Sichtweisen zusammen: die historische und die, ich nenne sie „überhistorische“. Unter überhistorischer Sicht verstehe ich die Heilsgeschichte. Sie altert nicht, denn sie ist nicht der linearen Zeit unterworfen.

Man kann das der Goldgrundmalerei und den abstrakten Räumen der Ikonen entnehmen. Sie zeigen dieses nicht lineares Zeitverständnis – oder, anders gesagt, keinen Verlauf:

Denn das Heilige ist keine Frage der Erinnerung, sondern des Da-Seins. „Ähn Archä ähn ho logos“, wie es am Anfang des Johannesevangeliums heißt. Das Wort ist. Es ist jenseits aller Zeit. Die Dunkelheit kann es nicht erfassen. Aber trotzdem wird Jesus geboren und altert und stirbt am Kreuz und aufersteht nach drei Tagen aus dem Grab. Damit stehen wir vor einem Widerspruch: Das Heil, einmal in der Welt erschienen und sich verkörpert habend, ist keiner Vergänglichkeit unterworfen, ist insofern aus dem Fluss der Zeit herausgenommen, und erscheint doch, zu Weihnachten in die Welt gekommen, in eben diesem Zeitfluss als Ereignis in der Zeit. Vergänglich unvergänglich.

Origenes, einer der Kirchenväter oder der frühen Kirchenlehrer hat, die Menschwerdung Gottes bedenkend, das so ausgedrückt: „Hätte Er nicht den ganzen Menschen auf sich genommen, wäre nicht der ganze Mensch gerettet worden.“

Der ganze Mensch: Das umfasst auch, ob der Vergänglichkeit, das Bewusstsein der Zeit und damit des Werdens, also dessen, was wir als „neu“ in ihrem Dahinfließen wahrnehmen. Und damit sind wir bei der nächsten Frage, beim

Kapitel Nummer fünf: Wer bestimmt, was neu ist?

Wohlgemerkt, im Sinn der profanen Zeit. Wilhelm Busch hat in seiner Tobias Knopp Geschichte so treffend formuliert: „eins zwei drei im Sauseschritt, läuft die Zeit, wir laufen mit.“

Wie kann man in diesem Lauf der Zeit objektiv bestimmen, was neu ist? Das ist schwierig und lässt sich daraus ersehen, dass man ein ganzes Amt damit betraut hat: das Patentamt. Immerhin verdienen Menschen in Patenanwaltskanzleien viel Geld damit, anderen streitig zu machen, dass nicht neu sei, was die gerade als Neuheit der Öffentlichkeit vorgestellt haben, was dann oft genug zu juristischen Gefechten über den Begriff „neu“ führt. Neben einer inhaltlichen Prüfung vor allem auch eine Kalenderfrage: Ist diese Erfindung noch nie dagewesen? Denn was schon als erfunden registriert wurde, gilt dem Recht zufolge nicht als neu. Wie es so schön heißt: wer zuerst kommt, malt zuerst.
   
Für unser persönliches Leben weitaus bestimmender, oder sagen wir fühlbarer, ist die ständig anschwellende Flut an Neuem in beinahe allen Lebensbereichen. Präziser gesagt: an Unbekanntem, weil doch Altes dort Neues sein kann, wo Menschen nicht vertraut damit sind. Hier geraten wir freilich in subjektive Gefilde. Denken Sie nur an die Geschichte der Entdeckungen, die ausschließlich aus europäischer Sicht gesehen und geschrieben wurde.

Die Perspektive etwa gab es anderswo schon früher. Das Schießpulver, das Porzellan, den Kompass, und so weiter. Wie auch andere Länder und Erdteile schon entdeckt waren, ehe Kolumbus, Magellan oder Cook sie erreichten.

Etwa Neues freilich brachten, mit diesen Entdeckungsfahrten verknüpft, die Begegnungen völlig unterschiedlicher Kulturen. Das ist bis heute so: Bestimmte Techniken oder soziale Verhaltensweisen, in der einen Kultur ganz geläufig, kann für die andere eine grundstürzende Neuheit sein. Historisch zeigen das die Entdeckungs- und Eroberungszüge europäischer Länder im Rest der Welt, die Kolonien, eine Globalisierung, oder sagen wir: eine Ausbeutung der anderen Art. Globalisierung an sich ist nichts Neues.

Aktuell, und man kann das durchaus als Spätfolge sehen, erlebt Europa im Rahmen der Migration aus eben diesen Ländern die Konfrontation mit Neuem, weil Menschen  jeweils mit unbekannten, weil fremden sozialen, gesellschaftlichen und zuweilen auch religiösen Lebensführungen konfrontiert werden, die sich nicht so ohne weiteres erschließen. Die Beteiligten müssen erst die Fertigkeiten lernen, die kulturellen, religiösen, kurz: die gesellschaftlichen Codes des jeweils anderen zu entschlüsseln und in ihr je eigenes Verständnissystem zu integrieren, ohne dabei das Vertraute, die eigene kulturelle Prägung zu verlieren. Der wunderbare Film „Lost in Translation“ von Sofia Coppola hat uns das 2004 in herrlich leichter aber nicht seichter Erzählung nahe gebracht.

Der Prozess verständnisvoller Annäherung und interkultureller Kommunikation ist bereichernd, weil er so viel neue Erkenntnisse birgt im Blick auf die eigene wie fremde Kultur und Gesellschaft. Dieser Prozess ist zentraler Punkt aller Integration, für die, die schon da sind wie für die, die kommen – ein altes und ein immer wieder neues, überaus komplexes Thema, das ich nur erwähnen kann. Wie die alte, stets schon vorhandene Ausbeutung, die sich in unseren Tagen nur ein neues, digitales Kleid angezogen hat und zeitgemäße Techniken nutzt, wenn etwa Produktionen in Billiglohnländer verlegt werden, oder weltweit agierende Konzerne sich dank entsprechender Freihandelsabkommen einer demokratischen wie juristischen Kontrolle entziehen. Oder wie Geldflüsse weltweit verschleiert werden, denken sie an die Panama-Papers, alles, weil es der Profitmaximierung dient. Nein, kein Klassenkampf, trotz aller, oft himmelschreiender Ungerechtigkeit, verursacht durch die Gier nach mehr. Und die ist auch alt, wie man trefflich bei Karl Marx oder in der Bibel nachlesen kann,  im Buch Exodus, das doch auch von einer Migration erzählt ins neue, ins gelobte Land´– Fluchtursachen: Ausbeutung, Unterdrückung und Armut.

Kapitel sechs: Das digitale Kleid, ein kurzes Zwischenspiel

Kürzlich bekam ich eine analoge Werbezeitschrift auf den Tisch, ein, so wörtlich „Magazin für das digitale Leben. Da erfährt man beim Blättern durch das kleine Heftchen alles Mögliche etwa über netflix, prime, instagram, DuckDuckGo, Applepay oder Smartliving, Smarthome und Smartphone, über Fittnessgatgeds, Breitband, Avatare und Social Web kurz: über Big Data, über eben das digitale Leben. Ein verräterischer Ausdruck, denn immer noch leben wir, Gott sei Dank, analog. Allerdings ein Leben, zumindest im Alltag, in Beschleunigung. Und die hat ganz sicher nicht nur an Geschwindigkeit sondern auch an Umfang zugelegt. Die stetig sich weiter entwickelnden digitalen Helfer unserer Lebenswelt - denken sie nur an das sogenannte „autonome Fahren“ - bestimmen bekanntlich immer stärker unseren Alltag und verändern ihn, möglicherweise bis hin zur nahezu vollständigen Transparenz unserer Lebensabläufe. Datenströme wie Speicherorte dienen dann dem „data mining“ oder „data fishing“, sprich: der in der Regel kommerziellen oder auch politischen Auswertung dieser Ströme. Vorgänge, die für den einzelnen wegen ihrer hohen Abstraktion immer undurchschaubarer werden. Ein Verlust jeder Kontrolle über die je eigenen Daten.

Kapitel sieben: Ohnmachtsgefühle

Diese neue Unüberschaubarkeit und Undurchschaubarkeit wirkt sich auf die Gestaltungsfreiheit einer pluralistischen, demokratischen Gesellschaft aus: Sie geht in vielen Bereichen nicht mehr vom Volk aus, weil komplexe Probleme nicht mehr national gelöst werden können. Die Entscheidungskompetenz verlagert sich damit in andere, neue und meist intransparente Ebenen – scheinbar oder tatsächlich. Der Pegida-Ruf „Wir sind das Volk“, oder auch so etwas wie der Brexit, und andere neonationale Bewegungen taugen allenfalls für ein Gefühl, man könne die Entwicklung zurückdrehen und sich in einer politischen Wohnküche mit Vorgarten wärmen, zusammen mit gleichgesinnten Vertrauten. Ein Leben vor nationaler Fototapete mit heiler Welt, und alles Beunruhigende und Unüberschaubare, alles fremd Scheinende bleibt außen vor, im Zweifel mit Gewalt. Reaktionäre Lösungen von Vereinfachern, und das ist wahrhaftig keine Neuheit, so verständlich die Sehnsucht nach neuer alter Einfachheit sein mag, reaktionäre und revisionistische Lösungen sind strukturell schon im Ansatz angesichts der sich ständig und dynamisch verändernden und hoch komplexen Wirklichkeit inadäquat und zum Scheitern verurteilt, weil sie versuchen, mit Gewesenem Aktuelles zu beantworten. Sie speisen sich aus den vielfältigen und oft geschürten Ängsten vor dem Unbekannten und damit Unüberschaubaren.

Kapitel acht: Die Angst beginnt im Alltäglichen

Ich darf das mit einer ganz einfachen Erinnerung, also etwas Altem belegen: Vor vielen Jahren, als unser Sohn noch ein Kleinkind war, machten wir Urlaub mit einem VW-Bus, an der toskanischen Küste. Wir landeten während dieser Reise auf einem Campingplatz, auf dem sich viele andere deutsche Urlauber niedergelassen hatten. Häuslich gewissermaßen. So saßen sie morgens zum Beispiel auf dem meist sorgfältig abgezäunten und verzierten Vorplatz vor ihrem Zelt, hatten zum Frühstück gedeckt, den Brotkorb, die Butter, die Marmelade, mitgebracht aus heimatlichen Gestaden, dazu lief die Kaffeemaschine und brühte den deutschen Filterkaffee in die Glaskanne. Mitten in Italien. Sie hatten das Vertraute mitgenommen, eben bis hin zu Essgewohnheiten. Das gilt auch für die original indischen Speisen, mit dem sich die Crew eines Bollywood-Films aus Indien auf dem Set in den Schweizer Bergen versorgen ließ, weil ihnen das Neue aus eidgenössischer Küche und Keller unheimlich war.

Das Vertraute im Unvertrauten. Das Alte im Neuen. Ein Beispiel, dem ich viele ähnliche Beobachtungen zur Seite stellen könnte: Etwa die immer gleiche Einrichtung bestimmter US-Hotelketten suggeriert Vertrautheit genauso wie das arabische Zelt in einem Münchner Luxushotel, jeden Sommer neu installiert. Triviale Beispiele für Muster, die sich als Struktur bis in die Gegenwart erhalten haben. Vertrautheit im Unvertrauten zu schaffen ist offenbar ein Urbedürfnis des Menschen. Denn das Altbekannte bietet Sicherheit im Neuen. Es scheint berechenbar, weil man auf Erfahrungen zurückgreifen und damit geglaubte oder tatsächliche Kompetenz einbringen und weitergeben kann. Da sind wir wieder bei der Kompetenz. Der Mensch, der in ihm bekannten und damit überschaubaren Gefilden unterwegs ist, fühlt sich nicht so rasch in Frage gestellt. Er glaubt zu wissen, was ihn erwartet. Neues, Unbekanntes kann man nicht einschätzen. Das Neue bedeutet Vertrautheitsverlust und damit Kontrollverlust. Jeder kennt das vermutlich. GPS und ungezählte weitere Apps schaffen da geglaubte oder auch tatsächliche Sicherheit. Man könnte von Kompetenzverlagerung vom Mensch zur Maschine, von analog zu digital sprechen. Und das kann Unbehagen auslösen. Das Neue und die Ängste. Das ist die eine Seite des Neuen. Und die andere ist

Kapitel neun: Der Reiz des Neuen

Denn, auch das ist nichts Neues: das Neue lockt. Die Entdeckung, das ganz andere, noch nie Gesehene, noch nie Dagewesene. Und, wie beim Patent möchte man der allererste sein. Was sonst hätte den Norweger Roald Amundsen und der Briten Robert Scott 1911 zu ihrem antarktischen Wettlauf zum Südpol veranlasst? Übrigens segelte Scott mit einem Schiff, das er „Terra Nova“ genannt hatte, zum Rand der antarktischen Eiswüste. Es geht auch viel harmloser – und ungefährlicher: Eine Bekannte fährt immer wieder mal ins Altmühltal und klopft Steine auf, um Fossilien zu finden. Das sei so aufregend, etwas zu sehen, dass noch kein Mensch vor ihr je erblickt habe. Sie sucht im Alten das Neue. Oft ist der Reiz weit weniger romantisch, wenn es um „Das Neue“ geht – oder gar das Neueste - interessant, der Superlativ, der noch mit dem Pleonasmus „Allerneueste“ zu überbieten ist. Die Steigerung gehört zu unserer Leistungsgesellschaft: Mehr, höher, weiter, schneller, neuer: um dort anzukommen, wo der Mensch am meisten, höchsten, härtesten, weitesten, längsten verdient, weiß, klettert, läuft, reist, lebt und, bitte sehr, immer, wie heißt das so schön, up to date ist, das Neueste kennen will. Denn die eine Steigerung bringt die nächste mit sich. Der Reiz löst Gier aus. Neu-Gier, im Wortsinn. Das Gebiet der Trendforscher und Marketingstrategen, auch der Denkfabriken und Zukunftswerkstätten. Ein Blick ins Neue, um es als künftiges Neues schon heute zu vermarkten. Der Kapitalismus, sagen wir neutraler: Der Markt ist auf Expansion und damit auf Neues angewiesen. Oder auf Altes im neuen Kleid: Omas Marmelade, jetzt neu, mit verbessertem Rezept. Ganz zu schweigen von der Wiederkehr des Alten als Neues in der Mode.
 
Der Reiz des Neuen, oder in diesem Fall besser: die Verantwortung kann aber auch darin liegen, angemessene Antworten zu finden auf künftige Herausforderungen. Jenseits, oder gerade wegen all dieser Gier. Was die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit komplexen künftigen Entwicklungen voraussetzt. Was wird das Morgen und Übermorgen bringen? Denken sie an die Klimaforschung. Oder das Problem „Plastik“, „Wasser“, „Nahrung“, auch die Stadt- und Landschaftsentwicklung. Die Medizin. Mit wissenschaftlichen Prognosen möchte, nein, muss man sich als Konsequenzen des Handelns in der Gegenwart das Neue, soweit das seriös möglich ist, erschließen. Nur so kann man vorab schon Wege skizzieren, um Schäden zu minimieren, die auf einen zukommen, oder Lösungen für Fragen finden, die sich absehbar stellen werden. Die Konsequenzen aus diesen neuen Erkenntnissen sind gesellschaftlich-politische Fragen, die nur in einem weltweiten Miteinander zu beantworten sind. Das übrigens ist schon eher etwas Neues, in dieser globalen Dimension noch nie Dagewesenes.

Dabei ist es nicht nur eine Notwendigkeit, sondern auch ein Reiz, einen privaten Blick in das Neue, das Unbekannte der Zukunft zu riskieren, um sich vor zu bereiten. Die Kontrolle zu behalten. Was wird die Zukunft bringen? Die alten Griechen stellten deshalb dem Orakel ihr Fragen, und die Kelten erhofften sich Antworten von den Sternen, den Römer weissagten die Priester anhand der Eingeweide geopferter Tiere. Wallenstein nutze seinen Seni und Hans Castorp in Thomas Manns „Zauberberg“ einen Geist. Und Sie?
Wer von Ihnen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liest sein Horoskop? War schon einmal jemand beim Handlesen, Kartenlegen, Wahrsagen? Und wer hat Blei gegossen in der Sylwester-Nacht?

Den Mantel des Künftigen ein kleinwenig zu lupfen, einen Blick in die Zukunft werfen, wissen was kommt oder doch kommen könnte – das ist die irrationale Seite der Lust am Neuen. Denn es scheint Angst und Lust gleichermaßen zu bergen. Die Malerin Agnes Martin, die große alte Dame der amerikanischen Kunst, die im gerade vergangen, im alten Jahr starb, hat diese eigentümliche Widersprüchlichkeit in eine Geschichte gekleidet, die sie in einer ihrer Schriften erzählt:

Willie liebte seine Mutter sehr, als er klein war. Er betete zu Gott und sagte: „Bitte, lieber Gott, ich will meine Mutter von ganzem Herzen und mit meiner ganzen Seele lieben. Und ich will, das alles so bleibt wie es ist.“ Und der liebe Gott antwortete: „In Ordnung Willie.“  Dann traf Willie eine schöne Frau. „Eigentlich möchte ich, dass du das änderst. Ich möchte, dass du machst, dass ich meine Frau liebe.“  “In Ordnung, Willie.“

Und Willie hatte einen Sohn. Und er sagte „Ich möchte, dass du das änderst.“  Und Gott sagte zu den Engeln: Passt auf Willie auf!“  Und die Engel sagten: „Was sollen wir mit diesen Menschen tun: sie wollen, dass alles gleich bleibt, und dann wollen sie es geändert haben.“ Und Gott sagte: „Macht es so: alles bleibt dasselbe und alles ändert sich. Was in der Welt ist, ist gegensätzlich.“

Soweit die Geschichte, mit der Agnes Martin das dynamische Verhältnis menschlicher Angst und Lust im Blick auf das Neue beschreibt. Denn bliebe alles dasselbe, bedeutete dies bewegungslosen Stillstand. Das musste schon Frau Lot erfahren.

Zum Schluss Kapitel zehn: ein Blick auf den Anfang

Ich sprach Eingangs davon, dass das Heil, sich verkörpernd, allgegenwärtig ist, nicht vergeht und Jesus trotzdem als Mensch der Vergänglichkeit allen Seins anheim gegeben ist. Wohl deshalb setzte eine der großen, seriösen Tageszeitungen, ich glaube es war die Neue Züricher Zeitung, vor Jahren und in vordigitaler Zeit am 24. Dezember als Schlagzeile auf der ersten Seite „Jesus Christus geboren“. Ganz schön kühn, plötzlich die Zeit des Heils als aktuelle Nachricht zu behandeln. Dies in einem Medium, das doch ganz den Ereignissen der profanen Zeit gewidmet ist. Jesus Christus wird als Logos Mensch, damit wir vergöttlicht werden. Das lehrte schon der Kirchenvater Athanasios, der im 4. Jahrhundert lebte und zeigte damit, dass die Weihnacht einen neuen Anfang setzt. En archää. Beginn der Bibel mit der Schöpfungsgeschichte. En Archää ähn ho logos: Beginn des Evangeliums nach Johannes. Und Paulus schreibt im zweiten Brief an die Korinther: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur. Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“  Das war eines der Themen, über die ich mit dem gerade verstorbenen Altabt des Benediktinerklosters Niederaltaich gesprochen hatte. Er war mir ein Freund, geistlicher Begleiter und Lehrer und rief mich einst zum Tod meines Vaters an, um mich seiner Anteilnahme zu versichern, zum, wie er es ausdrückte „Heimgang ihres Herrn Vaters“. Was für ein wunderbares, altmodisches Wort, dachte ich. Und im nächsten Augenblick, wie treffend Abt Emmanuel Jungclaussen die christliche Deutung des Todes beschrieben hatte: Sterben im Bewusstsein der Auferstehung wird zum Heimgang, weil wir in Christus neue Menschen sind. Bei den Begegnungen mit Abt Emmanuel war das Gespräch immer wieder auf das Thema Sterben und den Tod gekommen. Ein Gang aus der Welt in das für jeden Menschen völlig Unbekannte. In das, wie der Religionswissenschaftler Karl Kerény formuliert, „Nichtsein“ im Sinn von etwas unvorstellbaren Neuem. Aber, sagte der Abt einmal, er sehe den Tod als Wandlung hin in etwas Zeitloses, in, wie er es ausdrückte, den ewigen Liebeskreis der Dreieinigkeit. Und weil wir mit und in Christus neue Kreaturen seien, könne ein Schimmer, ein Hauch von Ewigkeit gnadenhaft aufscheinen, in der Versenkung, im Gebet. Abt Emmanuel war ein großer Beter. Der Mensch, sagte er, trage durch die Taufe Gott in sich. Deshalb könne er Ihm in der Versenkung begegnen, wenn er in der inneren Stille und in steter Gegenwärtigkeit bleibe. Mit den Gedanken weder vorauseile noch in die Vergangenheit abgleite, sondern bei sich und bei Gott bleibe. Das, lehrte Abt Emmanuel, und nicht nur er, könne, verbunden mit Gott im unaufhörlichen Gebet, zu einer radikal neuen Erfahrung führen. „Ein Geschenk des Erbarmens“ nannte es der Abt, der den Dichter und Mülheimer Prediger Gerhard Tersteegen sehr schätzte. Tersteegen war ihm ein Seelenverwandter aus der Barockzeit, der etwa in seinem Lied „Gott ist gegenwärtig“ von dieser Erfahrung poetisch erzählt. „Alles in uns schweige“ fordert Tersteegen uns auf und seufzt hoffend „Ich in Dir, Du in mir“ und bittet: “lass mein Geist auf Erden dir ein Heiligtum noch werden“. Diese Form des inneren Gesammelt-Seins im gegenwärtigen Moment hat Meister Eckart das „göttliche NUN“ genannt und gelehrt, dass ein Mensch, der in diesem Bewusstsein lebt, alle Dinge wesenhaft auf einmal vor sich stehen sieht, und, so wörtlich „nichts Neues empfängt von künftigen Dingen … denn er wohnt in einem Nun, allzeit neu, ohne Unterlass.“

Und das, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist tatsächlich eine unbeschreibliche und unvergleichliche, eine überwältigende und gänzlich neue Erfahrung, die sich nicht beschreiben lässt.

Wie es war im Anfang, jetzt,  und alle Zeit.


Ich danke Ihnen für Ihre Geduld.  

Witold Lutoslawski (1913-1994), Partita für Violine und Klavier, 5. Satz Presto

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neujahrsumtrunk

 

Natalja Baklanowa (1902-1980), Romanze d-Moll

 

Geselliges Beisammensein

 

 

Weitere Bilder vom Ökumenischen Neujahrsempfang 2019 in der Bildergalerie.

 

Vorstellung des Festredners und der Musiker

WILHELM CHRISTOPH WARNING
Geboren 1948 in München. Verheiratet, ein erwachsener Sohn.
Humanistisches Gymnasium, Studium Jura, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften. War 40 Jahre als Journalist, Publizist, Essayist und Kunstkritiker für die ARD im Bereich Hörfunk tätig, insbesondere für den Bayerischen Rundfunk. Neben vielen Moderationen, Kritiken, Kommentaren, Essays, Gesprächen, Portraits und Hörbildern im Bereich Kultur, Kunst, Architektur und Religion sind auch zahlreiche Sendungen und Vorträge zu kultur- und religionshistorischen Themen sowie zu Glaubensfragen entstanden.
In längeren Sendungen zahlreiche Einzelportraits von Künstlern und Architekten.
Das umfangreiche Audioarchiv wurde 2014 dem Zentralinstitut für Kunst-geschichte in München zu Forschungszwecken überlassen.
Außerdem zahlreiche Vorträge, Veröffentlichungen in diversen Periodika und Katalogen.
Autor des Buchs „Fremdenzimmer“, erschienen 2016 im Sieveking Verlag München.
Einige Jahre Lehraufträge an der LMU München (Kommunikationswissenschaft) und an der Akademie der Bildenden Künste München (Architektur, Kunst und ihre Vermittlung).
Seit vielen Jahren Führungen über die Kunst- wie die Architekturbiennale in Venedig. Mehrfach Aufenthalte auf der Mönchsrepublik Berg Athos in Nordgriechenland (Chalkidike), dem spirituellen Zentrum der orthodoxen Christen, sowie in anderen griechischen Klöstern.
Unter anderem Mitglied im Kunstausschuss der Kath. Akademie in Bayern, im Vorstand des VAH (Verein Ausstellungshaus), außerordentliches Mitglied der Bayerischen Benediktiner Akademie sowie Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
Bayerischer Architekturpreis 2018 (Anerkennung für die Vermittlung von Architektur und Stadtplanung).

JEREMIAS PESTALOZZI
Geboren 2005, spielt Geige, seit er 5 Jahre alt ist. Er ist in der Streicherakademie von Simone und Peter Michielsen und spielt im Puchheimer Jugendorchester (PJKO), besucht das Musische Pestalozzi-Gymnasium München. Die Stücke, die er spielte, sind aus seinem "Jugend-musiziert"-Programm. Seine Korrepetitorin ist:

NINO GUREVICH
Gebürtige Georgierin, stammt aus einer Musikerfamilie, etablierte sich schon in jungen Jahren durch zahlreiche internationale Konzerte und bei Festivals als angesehene Solistin und Kammermusikerin. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise für ihr außer-ordentliches Können bei namhaften Wettbewerben, heute auch vielfach Jurorin gefragt.
Meisterklasse für Klavier bei Prof. Elisso Wirssaladze an der Hochschule für Musik und Theater München, Studium der Meisterklasse für Liedgestaltung bei Prof. Helmut Deutsch, beide mit Auszeichnung bestanden.
Neben ihrer solistischen und kammermusikalischen Konzerttätigkeit ist Nino Gurevich auch an der Hochschule für Musik und Theater in München tätig.

 

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Evangelische Termine in Bayern

Aktuelle Nachrichten

13.02.2019 - Kunstwerk des Monats Februar

Anna Eibl-Eibesfeldt aus Ascha bei Straubing im Katharina von Bora-Haus

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10.02.2019 - Gottesdienst m. A.

am 4. Sonntag vor der Passionszeit mit Pfarrer Johannes Habdank im Katharina von Bora-Haus 

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27.01.2019 - Gottesdienst

am letzten Sonntag nach Epiphanias mit Pfarrer Johannes Habdank im Katharina von Bora-Haus 

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20.01.2019 - Gottesdienst

am 2. So. nach Epiphanias mit Pfarrer Prof. Klaus-Peter Jörns (im Nachgespräch zur Predigt)

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17.01.2019 - Ökumenischer Neujahrsempfang

mit Festvortrag von Wilhelm Warning "Das Neue"

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09.01.2019 - Kunstwerk des Monats Januar

Hommage an Fritz Winter aus Dießen im Katharina von Bora-Haus

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13.01.2019 - Ökumenischer Wortgottesdienst

zur Gebetswoche für die Einheit der Christen in der Pfarrkirche Aufkirchen

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