Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Berg am Starnberger See

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Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Berg am Starnberger See

Aktuell

16.12.2018 - 3. Advent

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Gottesdienst mit Chor und Flötengruppe unter Leitung von Frieder Harz

 

Predigt von Pfarrer Johannes Habdank am 3. Advent 2018

Predigttext: Jesaja 40,1-11

Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott. Redet mit Jerusalem freundlich und prediget ihr, dass ihre Knechtschaft ein Ende hat, dass ihre Schuld vergeben ist, denn sie hat doppelte Strafe empfangen von der Hand des Herrn für alle ihre Sünden.

Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem Herrn den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott! Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist soll eben werden; denn die Herrlichkeit des Herrn soll offenbar werden, und alles Fleisch miteinander wird es sehen: denn des Herrn Mund hat's geredet.

Es spricht eine Stimme: Predige! Und ich sprach: Was soll ich predigen? Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt; denn des Herrn Odem bläst darein. Ja, Gras ist das Volk! Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich.

Zion, du Freudenbotin, steig auf einen hohen Berg; Jerusalem, du Freudenbotin, erhebe deine Stimme mit Macht; erhebe sie und fürchte dich nicht! Sage den Städten Judas: Siehe, da ist euer Gott; siehe, da ist Gott der Herr. Er kommt gewaltig, und sein Arm wird herrschen.

Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb, geht vor ihm her. Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte, er wird die Lämmer in seinen Arm sammeln und im Bausch seines Gewandes tragen und die Mutterschafe führen.

Liebe Gemeinde!

Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott. Redet mit Jerusalem freundlich - auch heute, hier im Katharina von Bora-Haus? So verstanden, gälte der Aufruf zum seelsorgerlichen Trost zuallererst mir und beantwortete meine Frage: Was soll ich Ihnen predigen?

Tröstet mein Volk: Sie, liebe Gemeinde, sein Volk, sollen getröstet werden. Das wird man von einem Pfarrer wohl erwarten können, von jedem Pfarrer, der zu Ihnen als Prediger spricht, mit ihnen betet und Lieder singt.

Ja, Trost wird, wie EKD-Umfragen seit vielen Jahren immer wieder bestätigen, auch heute noch primär von den Pfarrern - und Pfarrerinnen - erwartet, gerade auch im Gottesdienst.

Schleiermacher, einer der großen evangelischen Theologen seit Luther und wohl der bedeutendste Prediger des 19. Jahrhunderts hat diese Erwartungshaltung von Gottesdienstbesuchern mit deutlichen und provokanten Worten einmal so beschrieben: „Alle wollen empfangen, und nur einer ist da, der geben soll. (...) Völlig passiv lassen sie auf einerlei Art in sich einwirken durch alle Organe und helfen höchstens dabei selbst von innen nach, soviel sie Gewalt über sich haben, ohne an eine Gegenwirkung auf andere auch nur zu denken".

Nun, ein solch passives Verhalten möchte ich Ihnen nicht unterstellen. In welchem Maß Christenmenschen in dieser Gemeinde in Wort und Tat Verständnis für einander haben und auch praktisch einander unterstützen, auch im Verborgenen helfen, lässt sich kaum angemessen einschätzen. Der biblische Aufruf „Tröstet, tröstet mein Volk" wird unter uns, unter Ihnen, wahrgenommen und umgesetzt. Und dieses „Untereinander und Miteinander" entspricht genau dem Sinn des Aufrufs, denn: Seine Worte richten sich, ursprünglich wie heute, nicht bloß an „die Priester" oder „die Pfarrer" als an eine angebliche ethisch-religiöse Elite - nein! Keine Zweiklassengesellschaft in der Kirche: alle sind Heilige und Sünder zugleich - weswegen es im apostolischen Glaubensbekenntnis ja auch direkt nacheinander heißt: Ich glaube an die Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden ... ja, wir sind immer beides zugleich: Heilige und Sünder. So auch jener Aufruf gilt also allen Menschen, die dem „Volk Gottes" angehören und sich ihm zugetan fühlen; allen, wie dir und mir; alle dürfen sich durch diesen Aufruf angesprochen und sollen sich durch ihn auch verpflichtet sehen, andere trostbedürftige Menschen selbst zu trösten, so gut es menschlich nur geht, wie du dich in der Lage dazu siehst.

Trösten kann nur, wer selbst schon einmal in Bedrängnis und Betrübnis die heilsame und ermutigende Erfahrung des Trostes gemacht hat. Trösten kann nur, wer selbst getröstet ist. Sonst kann jedes auch noch so sehr auf Trost drängende Gespräch miteinander über ein trostlos bleibendes Gejammere letztlich nicht hinausführen.

Wir Christen sind oft genug selber des Trostes bedürftig. Wir können ihn aber auch immer wieder neu im Schauen und Hören auf Jesus Christus, aus dem Glauben an ihn gewinnen.

Er, dessen Geburtstag wir bald wieder feiern, kann uns heute in vielerlei menschlich-barmherziger Gestalt begegnen und uns trösten. Ich denke zum Beispiel an Christenmenschen, die Kranke und Einsame besuchen und sich um sie kümmern: mit tatkräftiger Hilfe und Beistand, aber auch mit Worten geistlichen Trostes für die betrübte Seele. Darin wird für mich etwas vorn Ideal einer Kirche greifbar, die sich auch als Gemeinschaft von Menschen versteht, die einander und andere trösten.

An der Verwirklichung dieses Ideals mitzuwirken, ist bisweilen recht mühsam. Aber es kann auch Freude bereiten: dem, der getröstet wird; er sieht wieder über seine betrübliche Situation hinaus und gewinnt neuen Mut zum Weiterleben. Und dem Tröstenden selbst tut es in der Seele auch gut, wenn er merkt, dass seine fürsorglichen und seelsorgerlichen Bemühungen ihren Sinn erfüllen. Im günstigen Fall bist du dem anderen wahrhaft zum „Tröster" geworden.

„Tröster", was ist das? Luther versteht es so: „Tröster heißt, der ein betrübt Herz lachend und fröhlich macht gegen Gott. Und dazu soll man die Betrübten so trösten, dass der Trost nicht von Menschen, sondern von Gott sei.“

Das ist nicht einfach. Wer einmal versucht hat, einen von allem Trost verlassenen, betrübten Menschen zu trösten, der weiß, wie schwierig das ist. Fangen wir beim Kleinen an: Schon ein weinendes Kind zu trösten, ist nicht immer kinderleicht. Allein schon jedes Mal recht zu durchschauen: weint das Kind jetzt, weil es - etwa in der aktuellen Trotzphase - gemerkt hat, dass es eine wirksame Methode ist, seinen Willen gegebenenfalls auch mit erbärmlichem Protest-geschrei durchzusetzen? Oder: weint das Kind jetzt, weil es wirklich einen seelischen oder körperlichen Schmerz empfindet? Ein weinendes Kleines recht zu trösten, ist schon manchmal eine besondere Kunst.

Einen bereits etwas älter Gewordenen, einen Erwachsenen, der sich in seine Depression eingehaust hat, bekommt man aus seiner verfahrenen Situation mit noch so gut gemeinten Worten nicht oder kaum heraus. Und die lähmende Trübsal eines ausweglos todkranken Menschen, den du besuchst, kann sich sehr schnell auch auf dein eigenes Gemüt legen: Die Worte bleiben dir im Halse stecken. Das wird auch manchmal gut so sein. Jedes Wort wäre zu viel. Schweigen - sagt dann mehr. Schweigen und - eine liebenswürdige Geste: dem anderen ein Bild vor Augen stellen, das ihn aufrichten kann, ihm die Hand halten, liebevoll den Arm um ihn legen und dich von ihm umarmen lassen - Zeichen der Liebe und Gegenliebe. Beim nächsten Mal vielleicht etwas mitbringen, Blumen oder „statt Blumen": einige selbst geschriebene Zeilen oder eine Karte mit einem Bibelspruch?

Es gibt genügend Worte in der Bibel, die Menschen in Bedrängnis und Trübsal trösten können, bis heute. Tröstende Kraft haben vor allem die Bibelworte, in denen die leidvolle Situation des Betreffenden auch vorkommt, deutlich benannt und als leidvoll anerkannt wird. Schon allein das kann tröstende Wirkung haben. Denn echter Trost schwindelt sich nicht über das Leid hinweg oder lenkt ab. Echter Trost bleibt beim Leidenden.

Wirklich trostreiche Bibelworte haben ihre Stärke auch darin, dass in ihnen Gedanken mit enthalten sind, die über die momentane Situation hinausführen und neue Hoffnung und Mut zum Weiterleben geben.

Die vorhin gehörten Worte aus dem Jesajabuch sind, so gesehen, exemplarische Trostworte, denn sie tun beides: Sie sprechen von den Leiderfahrungen, die die Menschen, um die es geht, gemacht haben. Und sie verkünden darüber Hinausweisendes. Exemplarische Worte und Bilder des Trostes.

Als diese Worte entstanden sind, da war das israelitische Volk des Trostes bedürftig. Jerusalem und sein Tempel waren längst zerstört worden. Das Volk war damit seines religiösen Kultzentrums und des Ortes der heilvollen Gegen-wart Gottes beraubt. Das war Anfang des 6. Jahrhunderts vor Christus gewesen. Damals waren weite Bevölkerungskreise ins Exil verschleppt worden, auf verschlungenen Pfaden durch Steppe und Wüste, Berge und Täler nach Babylon, dem Zentrum der neuen Machthaber. Über vierzig Jahre, also über das Maß des in der religiösen Tradition bereits mehrfach verankerten elementaren Unheils und tiefer Bedrückung hinaus, denken Sie etwa an die 40 Jahre der Wüstenwanderung - über dieses Maß hinaus war seither Zeit vergangen, schwere Jahre in babylonischer Gefangenschaft: sie hatten das einst blühende Volk nach und nach ausgemergelt.

Fromme Theologen wussten dieses Schicksal auch zu deuten: als „doppelte", wie es heißt, also besonders schwere Strafe für die Schuld, die das Volk durch mangelnden Gehorsam und den Abfall von Gott auf sich geladen hätte.

An einen Weg zurück zum Zion, zu seinem Gott, wäre eigentlich nicht mehr zu denken gewesen, wenn sich nicht neuerdings der Horizont aufgehellt hätte: Wie ein leuchtender Stern war König Kyros heraufgezogen. Er würde Babylon bald besiegen und das geknechtete Volk Israel befreien und zum Zion heimkehren lassen. Das ist die Hoffnung des Propheten. Sie ist geknüpft an König Kyros. In ihm erblickt der Prophet die kommende messianische Lichtgestalt, den von Gott endlich gesandten Heilsbringer. Gott selbst hat ihn eingesetzt und Gott selbst wird sein Volk durch die Wüste, diesmal auf geradem, ebenen Weg, direkt nach Hause führen. Seine Herrlichkeit soll in ihrem alles überstrahlenden Glanz offenbart werden! Und alle Welt wird es sehen!

Das ist die erste Botschaft des Propheten an sein Volk: Trost in menschlichen Worten und Bildern, doch, so, dass Gott selbst als der wahre Tröster erscheint. Trost im ursprünglichen Sinne des hebräischen Wortes „hinam“: es bedeutet aufatmen lassen, Erleichterung verschaffen. Niedergedrückten, unter ihrer Last schon fast Zusammengebrochenen, wird Befreiung und wohltuendes Aufatmen verheißen, heilsame Vergebung und Heimkehr an den Ort wahren Lebens, durch Gottes alles und jeden überwältigende Gegenwart - alles und jeden?

Liebe Gemeinde, ich habe den Eindruck, der Prophet hat nach seiner Heimkehr selbst Zweifel an den so überschwänglichen Worten seiner Botschaft bekommen. Ehemalige Kriegsheimkehrer werden am besten verstehen, wovon die Rede ist. Die erste Euphorie, in die ersehnte Heimat zurückgekehrt zu sein, verfliegt recht schnell, löst sich in Luft auf; Erinnerungen an all das Schreckliche verfolgen einen. Und zu Hause sieht es wie draußen wüst aus: Vieles von dem, was früher Bestand hatte, ist zerstört; das blühende Leben von ehedem, wie weggeblasen; Skepsis und Niedergeschlagenheit machen sich breit; da verschlägt es dir die Sprache!

So oder so ähnlich muss es auch dem Propheten gegangen sein. Als er die Stimme vernimmt: Predige! Rufe doch, wie du es bisher getan hast, Gottes kommende Heilstat zum Troste deines Volkes laut hinaus! - da kann er, der tröstende Mensch selbst trostlos geworden, nurmehr kleinlaut fragen: Was soll ich denn predigen. Ich sehe doch, wie es in Wirklichkeit ist: Alles Fleisch ist Gras, und alles, was daran köstlich erscheint, ist doch nur vergebliche Mühe; wie eine Blume auf dem Felde: Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, denn des Herrn Odem bläst darein.

Ja, der Odem des Herrn über Leben und Tod bläst immer wieder und unwiderruflich in das Leben von uns Menschen hinein. Alte Menschen sterben, uralte Greise, manche nach langem Leiden, andere, eher noch rüstige Leute, ganz plötzlich; wir hätten es noch nicht erwartet, aber auch jüngere Menschen werden mitten aus ihrem blühenden Lebenszusammenhang gerissen, Menschen, die gar nicht erst welk werden konnten, ja noch nicht einmal zur Blüte gelangen konnten. Das gibt es immer wieder - Gras ist das Volk! Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber: das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich!?

Was heißt das eigentlich: „Das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich"? Das kann zunächst heißen: Bei aller Vergänglichkeit unserer irdischen Existenz gibt es dennoch etwas, das ewig ist. Es ist das Wort Gottes.

Sehen wir genauer hin, so steht da nicht einfach: das Wort Gottes, sondern das Wort unseres Gottes. Und das bedeutet: dass Gott gerade in allen Vergänglichkeitserfahrungen unseres menschlichen Lebens, beim Abschiednehmen von liebgewordenen Menschen für eine gewisse Zeit, aber auch für immer, wer weiß, endgültig aber im Sterben - dass Gott auch da unser Gott bleiben, dir und mir nahe sein will, wie ja schon von Anfang an immer wieder, wenn auch oft nur verdeckt und nicht immer deutlich spürbar.

Das ist tröstlich: Das Wort deines Gottes bleibt ewiglich.

Und dennoch frage ich Sie und mich: Reicht eine solche Aussage? Kann ein solcher, doch recht abstrakt klingender Satz auch für den tröstlich sein, dem begrifflich klares Denken allmählich oder schon längst vergangen ist? So, wie ich auch andere trostbedürftige Menschen wahrgenommen habe, sind es nicht derlei dogmatisch gehaltene Formulierungen wie „Das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich", die sie trösten können, auch wenn das ihr guter Sinn wäre.

Nein, wenn du etwa im Sterben liegst oder auch sonst im Leben, wenn du so niedergedrückt bist, dass dir die klaren Gedanken abhanden gekommen sind, da tut dir anderes gut. Wenn überhaupt Worte, dann andere, Worte, die in tröstlichen Bildern sprechen. Welche Bilder haben wir? -

Der Prophet gibt uns am Ende zwei an die Hand.

Das erste ist wohl eher für Menschen geeignet, die zu positiven Extremvorstellungen der Hoffnung neigen, für überzeugte Lebensoptimisten, die gibt es ja, hoffentlich auch unter uns hier; aber auch für depressiv veranlagte Menschen, die auf einmal wieder in ein Hochgefühl ihres Lebens geraten.

Und dies dürfte auch am ehesten der Situation des Propheten von damals entsprechen. Denn: Wie aus Depression und Ratlosigkeit erwacht, gerät der Prophet in nachgerade euphorische Verzückung und ruft seinem Volk zu: Zion, du Freudenbotin, steig auf einen hohen Berg, erhebe deine Stimme mit Macht, erhebe sie und fürchte dich nicht! Jubelnde Worte! Trotz aller trister Bedenken von vorher überwiegt nun doch die helle Freude! Mitfreuen sollen sich alle, denen Gottes strahlende Gegenwart noch verborgen geblieben ist. Der Freudenfunke wird auf sie überspringen: Siehe, da ist euer Gott, siehe, da ist Gott der Herr! Er kommt gewaltig, und sein Arm wird herrschen. Tochter Zion, freue dich! Das ist ein Jubel, der auch heute noch müde Gemüter wachrütteln und erfrischen kann. Wir werden dieses Lied nachher noch gemeinsam singen, nimmermüde! –

Denken wir auch an die, die dieses Lied nicht, oder nicht so laut mitsingen können, nicht, dass es ihnen nicht vertraut wäre, nein, sie kennen die Botschaft wohl. Allein es fehlt - die Freude, und zwar nachhaltig, als dass sie in Jubel-lieder einstimmen könnten. Leisere, sanftere Töne gehen ihnen zu Herzen, Bilder in milderen Farben: das andere Bild, vom guten Hirten:

Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb, geht vor ihm her. Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Er wird die Lämmer in seinen Arm sammeln, die verlorenen und die neu entdeckten, und er wird sie im Bausch seines Gewandes tragen; und nachdem die Böcke dieser Weit nur allzu oft versagen, wird er, Gott selbst, der gute Hirte, die Mutterschafe führen.

Das ist eine Vorstellung in Bildern, die auch leiser gewordenen Menschen noch zusagt: Unser Gott, der gute Hirte.

Zugegeben, es ist wie viele biblische Bilder auch ein Bild aus einer Zeit, die so nicht mehr die unsrige ist - Hirten mit ihren Herden sieht man bei uns kaum noch. Aber das Bild von Gott als dem guten Hirten, der sich um das Verlorene sorgt, es sucht und findet, der sich fürsorglich um die Seinen kümmert, um jedes einzelne, dieses Bild ist nach wie vor in unserer Vorstellungswelt vorhanden.

Mögen es manche für kitschig halten - manche Maler in der Kunstgeschichte, etwa die Nazarener im 19. Jahrhundert – haben ja auch einiges dafür getan.

Aber mir sagt dieses Bild etwas: von unserm Gott, der für uns auch im Verborgenen da ist und uns in seine Obhut nimmt, jeden einzelnen von uns, dich und mich - im finstern Tal und auf den Höhen des Lebens.

Amen.

Singen wir gemeinsam Psalm 23.

Psalm 23: Der gute Hirte
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

Amen.

Im Wechsel mit der Gemeinde singt der Chor den Psalm 23 

Sonstige Bilder vom Gottesdienst in der Bildergalerie.

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