Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Berg am Starnberger See

Datenschutzerklärung


Anmeldung / Abmeldung
Newsletter


Online Anfrage für
Taufe oder Trauung


Gemeindebrief

mit Einzelseiten zum Download


"Lindenbichl 2019"
Ausgebucht!


Ägyptenreise 2019
vom 2. bis 9.5.2019

Informationen hier (mit Info vom 22.1.)


 Kirchenvorstands-
sitzungen

11.03., 08.04., 06.05.,
03.06., 08.07., 16.09.

jeweils 20.00 Uhr


Familien- und Kindergottesdienste

24.3, 21.04., 26.5.,
30.05., 21.07.


Theologie für die Gemeinde

mit Pfarrer Johannes Habdank

Montag 27.05.2019,
20.00 Uhr


Offenes Tanzen 

Tanzen mit Christa 
für Jung und Alt

15.02., 22.03., 26.04.,
24.05., 21.06., 19.07. 

  jeweils Freitag, 20.00 Uhr


 





Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Berg am Starnberger See

Aktuell

13.01.2019 - Ökumenischer Wortgottesdienst

Aktuell >>

zur Gebetswoche für die Einheit der Christen 2019
 
mit Pfarrer Johannes Habdank und Diakon Jozef Golian
in der Pfarrkirche Aufkirchen

Epistellesung: 1. Korinther 1, 4-17

Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus, dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in allem Wort und in aller Erkenntnis.

Denn die Predigt von Christus ist unter euch kräftig geworden, sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus. Der wird euch auch fest machen bis ans Ende, dass ihr untadelig seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.

Ich ermahne euch aber, Brüder und Schwestern, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle mit einer Stimme redet; und lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung.

Denn es ist mir bekannt geworden über euch, meine Brüder und Schwestern, durch die Leute der Chloë, dass Streit unter euch ist. Ich meine aber dies, dass unter euch der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere: Ich zu Apollos, der Dritte: Ich zu Kephas, der Vierte: Ich zu Christus.

Wie? Ist Christus etwa zerteilt? Wurde denn Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft? Ich danke Gott, dass ich niemanden unter euch getauft habe außer Krispus und Gaius, damit nicht jemand sagen kann, ihr wäret auf meinen Namen getauft. Ich habe aber auch Stephanas und sein Haus getauft; sonst weiß ich nicht, ob ich noch jemanden getauft habe.

Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen – nicht mit weiser Rede, auf dass nicht das Kreuz Christi zunichtewerde.

Evangeliumslesung: Markus 9, 33-41

Und sie kamen nach Kapernaum. Und als er im Haus war, fragte er sie: Was habt ihr auf dem Weg besprochen? Sie aber schwiegen; denn sie hatten auf dem Weg miteinander besprochen, wer der Größte sei.

Und er setzte sich und rief die Zwölf und sprach zu ihnen: Wenn jemand will der Erste sein, der soll der Letzte sein von allen und aller Diener. Und er nahm ein Kind, stellte es mitten unter sie und herzte es und sprach zu ihnen: Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.

Johannes sprach zu ihm: Meister, wir sahen einen, der trieb Dämonen in deinem Namen aus, und wir verboten's ihm, weil er uns nicht nachfolgt.

Jesus aber sprach: Ihr sollt's ihm nicht verbieten. Denn niemand, der ein Wunder tut in meinem Namen, kann so bald übel von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns. Denn wer euch einen Becher Wasser zu trinken gibt deshalb, weil ihr Christus angehört, wahrlich, ich sage euch: Er wird nicht um seinen Lohn kommen.

Predigt über „Ökumene heute“ von Pfarrer Johannes Habdank

Liebe Christengemeinde, man kann Ökumene ganz unterschiedlich betreiben und gestalten. Denken wir an die Ökumene zwischen den Weltreligionen; die Ökumene zwischen Judentum und Christentum; die Ökumene zwischen den christlichen Konfessionen – es gibt weit über tausend, wahrscheinlich ungezählte christliche Denominationen auf der ganzen Welt. Denken wir vor allem an die Ökumene zwischen den beiden großen in Deutschland vertretenen Konfessionen der Römisch-katholischen Kirche und der Evangelisch-Lutherischen und an die Ökumene hier vor Ort. Alle diese Ökumene-Wahrnehmungen und Gestaltungen entwickeln sich, verändern sich im Lauf der Geschichte, im Großen und im Kleinen, auch hier vor Ort, wie die letzten Jahrzehnte und Jahre uns gezeigt haben. Ökumene ist immer im Fluss und immer im neuen, anderen Werden.

Ja, man kann Ökumene ganz unterschiedlich betreiben und gestalten. Und dieses Betreiben und Gestalten schwebt immer zwischen den beiden Tendenzen oder Polen, einerseits die sachlichen und auch historischen Unterschiede stärker zu betonen, oder andererseits die Gemeinsamkeiten, das urchristlich Verbindende in den Vordergrund zu stellen. Oder beides zu tun.

Im Grunde ist es für uns vor Ort eine Einschätzungs- und Gewichtungsfrage, das Kirchlich-Lehrmäßige, was uns unterscheidet oder auch verbindet, mit dem zusammenzubringen, was die Wünsche der Christen vor Ort sind, die manchmal gerne mehr an Gemeinsamkeit hätten, aber, wie sich doch auch manchmal zeigt, in bestimmten Angelegenheiten weniger. Das ist so.

Ja, man kann Ökumene ganz unterschiedlich betreiben und gestalten. Und unser Ökumenischer Arbeitskreis bemüht sich sehr, ein angemessenes ökumenisches Verhältnis und Programm jedes Jahr auf die Beine zu stellen und damit unseren gemeinsamen Bemühungen um ökumenische Verbundenheit ein eigenes Profil zu geben und da oder dort auch weiter zu entwickeln, sofern es beiderseits gewünscht ist. Und für diese gemeinsame Bemühung und die Ergebnisse dieses ökumenischen Wirkens danken wir allen, die da in großem Einvernehmen mitmachen. Das tut beiden Gemeinden gut! Uns allen.

Die gehörten Lesungen aus dem Markusevangelium und dem 1. Korintherbrief setzen andere Situationen voraus, nicht so einvernehmlich wie bei uns. Da ist vom Rangstreit der Jünger die Rede: wer steht Jesus näher oder am nächsten? Konkurrenzkampf zwischen den Jüngern: Wer ist der größte, der beste, der gläubigste? Jesu Einstellung dazu ist bekannt: Es geht nicht darum, sich selbst zu profilieren vor den anderen, sondern dem anderen zu dienen. Wer sich erniedrigt, der wird erhöht werden. Die Letzten werden die Ersten sein.

Und da ist im Korintherbrief von Streit und Trennung die Rede, feindliche Spaltung in verschiedene Fraktionen, die jeweils einem anderen Gemeindeführer wie einem Guru anhängen und einander bekämpfen, so dass Paulus seine Korinthergemeinde ermahnen muss und daran erinnert: Jesus Christus selbst ist nicht zerteilt, war er nicht, wird er auch nie sein. Er ist immer der eine Jesus Christus. Besinnt euch auf die Einheit in dem einen Jesus Christus! Und: In allen Stücken seid ihr reich gemacht, in aller Lehre und in aller Erkenntnis. Denn die Predigt von Christus ist in euch kräftig gemacht, und zwar in allen: das heißt für uns heute auch: in allen, ob konfessionell katholisch-christlich oder evangelisch-christlich, oder wie auch immer christlich Gesonnenen. Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes, unseres Herrn. Des gemeinsamen Herrn.

Man kann Ökumene ganz unterschiedlich betreiben und gestalten? Nach Paulus wohl nicht, auch heute nicht! Bei allen bleibenden Unterschieden, in aller Vielfalt, die wir pflegen, aus Tradition und Überzeugung, kommt es ökumenisch auf das christlich Verbindende an. Und wir wären schlecht beraten als Christen, welcher Konfession und Couleur auch immer, wenn wir uns nicht gemeinsam auf das einigende Band Jesus Christus besinnen würden, uns darauf berufen und gemeinsam aus Jesu Christi Geist heraus glauben und handeln würden, gerade auch gegenüber anderen Konfessionen, Religionen, oder nicht- oder nicht mehr kirchlichen Menschen in unserer Gesellschaft.

Wir sind hier zum Beispiel ökumenisch tätig, indem wir etwa in Gestalt des Ökumenischen Kranken- und Altenpflegevereins und seiner mitarbeitenden Menschen uns seit Jahrzehnten gemeinsam um Alte und Kranke, Pflegebedürftige, Demente und Sterbende professionell und ehrenamtlich in Pflege und Betreuung kümmern. Ökumenisch verbunden. Aus dem einen Geist Christi.

Wir tun das auch, wenn wir ökumenisch zusammenwirken bei so vielen Schulgottesdiensten jährlich, beim Kindergartenabschied der Vorschüler in Aufkirchen, beim Martinsumzug in Höhenrain, bei Wort- und Familiengottesdiensten, bei Empfängen und Festen, gemeinsamen Segnungen - Maifeier -, und auch im Rahmen dieser Gebetswoche für die Einheit der Christen, ja, die Einheit - für die man angesichts der großen Vielfalt der weltweit so unüberschaubar vielen Christen und Zugehörigkeiten zu irgendeiner Kirche oder Gemeinschaft oft gar keine andere Chance sehen kann, als um die Einheit zu beten, Gott zu bitten, dass wir uns alle dennoch als eine große Einheit sehen und verstehen können. Deswegen heißt diese ökumenische, also weltumspannende Woche ja auch nicht „Einheitswoche“, wie wir abgekürzt sagen, sondern „Gebetswoche für die Einheit der Christen“.

Einheit: Das heißt nicht, dass alle Konfessionen und Kirchentümer gleichgeschaltet werden oder sein sollen, keine sichtbare Einheitskirche, sondern, dass sich alle Christen die allen Unterschieden vorausliegende Einheit in Jesus Christus bewusst machen, im Geiste vergegenwärtigen. Dass man sich nicht gegenseitig das Christentum abspricht, sondern den anderen Christen und Konfessionen ihre Daseinsberechtigung zubilligt, wenn es auch bei manchen Erscheinungsformen des Christentums einem eher schwer fallen kann. Die nennen wir dann „Sekten“, korrekt soll man sie heute nennen: „weltanschauliche bzw. religiöse (Sonder-)Gruppierungen“. Einheit?

Paulus spricht von der christlichen Gemeinde gerne als Leib Christi, mit unterschiedlichen Körperteilen und Funktionen und unterschiedlichen Gaben und Begabungen, die alle ihre Berechtigung, ihre Notwendigkeit und ihren Sinn und Wert nicht nur für sich, sondern für das Ganze haben. Und so soll es bei aller Unterschiedlichkeit auch unter uns Christen heute sein, auf allen Ebenen, gemeindlich, zwischen- und übergemeindlich, innerhalb der vielen Kirchen- und Christentümer, zwischen ihnen und sie übergreifend. Dass man sich als eine große vielgestaltige Entfaltung des Wesens des Christentums mit seinen vielen verschiedenen Richtungen und Ausprägungen wahrnimmt und versteht, und doch als ein Leib Christi begreift und darin die Einheit in Jesus Christus glaubt. So dass es auch keinen Druck mehr zu einer sichtbaren Einheit mehr geben muss bzw. der Drang oder Zwang wegfällt, dass alle eins sein müssen im Sinne von identischer Gesinnungsgemeinschaft, die es in Reinkultur schon bei den Jüngern selbst und den Urchristen offenkundig nicht gegeben hat. Nein: wechselseitiges Anerkennen der je unterschiedlichen Profile, ja: das ist derzeit aktuelles Stichwort in der Ökumene-Debatte: die „Ökumene der Profile“. Das eigene Profil jeweils pflegen, den anderen mit seinem eigenen Profil wahrnehmen; einander achten und einander dienen, wertschätzend miteinander umgehen und auch einander helfen: das ist gefragt - und gemeinsame Besinnung auf den Grund, den nicht wir legen, sondern, wie der Apostel an anderer Stelle sagt: der gelegt ist, Jesus Christus selbst.

In diesem Sinne schließe ich mit einem Zitat von Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher aus einer Predigt im Jahre 1830 zu dem, was wir heute Ökumene nennen: „Es ist gewiss ein großer Segen, wenn die Christen übereinstimmen in der Art, wie sie ihren Glauben ausdrücken; aber das darf nicht erzwungen werden, sondern muss frei sein, wenn es einen Wert haben soll.“

Bitten wir unseren Herrn um seinen Geist der Freiheit im Glauben, im Glauben an Jesus Christus, der uns selbst alle verbindet.

Amen.

Und der Herr sei mit eurem Geiste. Amen.



Zurück

 

Evangelische Termine in Bayern

Aktuelle Nachrichten

13.02.2019 - Kunstwerk des Monats Februar

Anna Eibl-Eibesfeldt aus Ascha bei Straubing im Katharina von Bora-Haus

weiter lesen


10.02.2019 - Gottesdienst m. A.

am 4. Sonntag vor der Passionszeit mit Pfarrer Johannes Habdank im Katharina von Bora-Haus 

weiter lesen


27.01.2019 - Gottesdienst

am letzten Sonntag nach Epiphanias mit Pfarrer Johannes Habdank im Katharina von Bora-Haus 

weiter lesen


20.01.2019 - Gottesdienst

am 2. So. nach Epiphanias mit Pfarrer Prof. Klaus-Peter Jörns (im Nachgespräch zur Predigt)

weiter lesen


17.01.2019 - Ökumenischer Neujahrsempfang

mit Festvortrag von Wilhelm Warning "Das Neue"

weiter lesen


09.01.2019 - Kunstwerk des Monats Januar

Hommage an Fritz Winter aus Dießen im Katharina von Bora-Haus

weiter lesen


13.01.2019 - Ökumenischer Wortgottesdienst

zur Gebetswoche für die Einheit der Christen in der Pfarrkirche Aufkirchen

weiter lesen