Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Berg am Starnberger See

Anmeldung / Abmeldung
Newsletter


Online Anfrage für
Taufe oder Trauung


mit Einzelseiten zum Download
Änderungen 11.07.


Glockenturm 
Der jüngste Eintrag
29.09.2017


Israelreise 2018
vom 22. - 30. April
Informationen
hier


 Kirchenvorstands-
sitzungen
im 2. Halbjahr 2017

24.07., 18.09., 16.10.,
06.11., 11.12.

jeweils 20.00 Uhr


Familien- und Kindergottesdienste
(bis Oktober 2017)

23.07., 08.10.

Ort und Uhrzeit im Gemeindebrief


Theologie für die Gemeinde
mit Pfarrer Johannes Habdank

09.10.2017 und 29.01.2018

jeweils Montag, 20.00 Uhr


Offenes Tanzen 

Tanzen mit Christa 
für Jung und Alt

28.07., 15.09., 13.10., 10.11., 08.12.

  jeweils Freitag, 20.00 Uhr


 





Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Berg am Starnberger See

150 Jahre später

150 Jahre später: Evangelischer Gottesdienst 2001
Ein Thema mit 12 Variationen

Susanne Breit-Kessler | Heinrich Frey | Herbert Zimmermann | Eberhard Schmidt |Jürgen Wieber | Martin Böhm

Karl Heinz Pfennig | Ulrike Aldebert | Hannelore Köhler | Markes Müller | Ute Schumacher | Dr. Marcel Nieden

 

50 Jahre später: Gottesdienst 2001  Variation 1

Gottesdienste quer durch die Zeiten

Es gibt Gottesdienste, die mein Entzücken hervorrufen. Die ersten, die das taten, waren Kindergottesdienste. Entschlossen tappte ich, kaum religiös sozialisiert, zu einer jungen Frau, die uns Kleinen die biblischen Geschichten nahe brachte. Sie erzählte mit klaren, einfachen Worten von Abraham und Isaak, von Esau, von Joseph und seinen Brüdern, von Nikodemus und natürlich Jesus. Sie erzählte dicht am biblischen Wortlaut entlang ohne Zusatzgeschichtchen, die an die Kraft der alt und neutestamentlichen Texte sowieso nicht heranreichen.

Als Teenager, „normalen" Gottesdiensten völlig abhold, stürmte ich in die Beatmessen der katholischen Kirche. Ich hoffte immer, die Rede möge bald der Musik weichen. „Michael row the boat ashorc" war dabei, „Let my people go" und „Kommt, sagt es allen weiter". Englische Songs mochte ich mehr – sie klangen so poppig, wie ich mich fühlte und waren dem ähnlich, was sonst in den sechziger und Anfang der siebziger Jahre aus dem Radio schallte. Man konnte mich als Backfisch nur mit und wegen Musik in die Kirche bringen.

Mit zunehmendem Alter erwärmte ich mich für Gospelsongs  was meinen Gottesdienstbesuch rapide sinken ließ, denn das gab es kaum. Aber wo immer „He's got the whole world", „Oh, "when the saints", „Put your hand" und „Rocka my soul" gesungen wurden, war ich dabei. Nach wie vor lehnte ich alle herkömmlichen liturgischen Stücke ab. Faszinieren konnten mich sprachlich ausgefeilte Meditationen und Gebete, die dem Herrgott nicht alles erzählten, was er sowieso schon weiß, sondern die echte Anliegen, intensive Klage und  begründeten

Meine heutigen gottesdienstlichen Favoriten stehen in Kontinuität zu dem, was sich biographisch aufgebaut hat. Ein Weihnachtsgottesdienst, der leise beginnt, um schließlich mit Pauken und Trompeten die Geburt des Gottessohnes zu bejubeln. Gründonnerstag, an dem ich ausführliche Beichte und ein gewissenhaft gefeiertes Abendmahl erwarte. Karfreitag, der mich konfrontiert mit meinem Leid und dem der Welt. Ostern brauche ich Lichtblicke und überschäumende Freude. An Erntedank sehne ich mich nach Sinnenhaften, das den Dank visualisiert. Ein Buß und Bettag, der mich meine Seele entrümpeln lässt...

Ich habe einen Lieblingspfarrer am Starnberger See, für den Literatur, Musik und bildende Kunst Lebensbegleiter sind. Seine Sprache ist kultiviert und lebensnah, jeder Satz lässt spüren: Der Mann weiß, wovon er spricht. Analytisch und seelsorgerlich intensiv geschult motiviert er Hörende zur Begegnung mit sich selbst und entlässt sie stets mit neuen Perspektiven, mit geistvoll gebildeter Anregung mit Trost. Ich genieße seine zeitgemäße und ästhetische Sprache, brauche die Inhalte, die Herz und Hirn gleichermaßen ansprechen.

„Was hilft dir alles Gefühl, wenn dir nicht ein klarer geweckter Verstand weite Ausblicke eröffnet, wenn du nicht an seiner Hand in Tiefen gelangst, die dir sonst ewig verschlossen geblieben wären?" schreibt Christian Morgenstern. Ich bin froh, dass ich Weite und Tiefe in nächster Nähe finde.

Susanne Breit-Keßler
Regionalbischöfin für München und Oberbayern

 

150 Jahre später: Gottesdienst 2001  Variation 2

Wer von uns hat sich nicht schon wiederholt am malerischen Anblick unseres Voralpenlandes mit den Bergen am Horizont erfreut, den uns vor allem an Föhntagen Aussichtspunkte am Höhenrücken entlang des Ostufers des Starnberger Sees ermöglichen. Es mag Zufall sein oder nicht, dass solch exponierte Stellen mit guter Fernsicht auch Standorte von Kirchen sind. Denken wir beispielhaft an die Wallfahrtskirche Aufkirchen oder an das Kirchlein Holzhausen bei Münsing. Viele dieser kunstgeschichtlich bedeutsamen Kirchen tragen zum beinahe sprichwörtlichen Reiz unserer oberbayerischen Landschaft bei.

Die Ausstrahlung dieser und anderer Kirchen in unseren Gemeinden beruht aber nicht allein auf ihrer baulichen Schönheit und ihrer Lage. Man merkt beim Betreten, dass sie in ihrer zum Teil sehr langen Geschichte bis heute lebendige Stätten des Gottesdienstes und des Gebetes geblieben und nicht zu Museen degradiert sind.

Die christlichen Kirchengemeinden der Gegenwart kämpfen bekanntlich mit dem Rückgang der Zahl der aktiven Christen. Zu sehr ist offenbar der moderne Mensch mit sich selbst, seinen echten Sorgen, mit der Reizüberflutung oder auch nur mit der Bewältigung von Wohlstandsproblemen beschäftigt. Für uns alle stellen die Gottesdienste unserer Kirchen gleichwohl ein ständiges Angebot dar. Es ist doch irgendwie ermunternd und beruhigend zugleich, von anderen Menschen zu wissen, dass sie beim gemeinsamen Gottesdienst am Sonntag ihre wohl vergleichbaren Sorgen und Probleme beim Herrgott anbringen. Gottesdienste verbinden uns Menschen. Die Gemeinschaft mit anderen ökumenisch offen  gibt uns Halt und stärkt unser Bewusstsein für die Zusammengehörigkeit auch im täglichen Leben in unseren Gemeinden.

Heinrich Frey  Landrat

Landrat Frey grüßt mit diesem Artikel alle evangelischen Christen aus der Gemeinden EbenhausenIcking Feldafing-Pöcking, StarnbergBerg und Wolfratshausen zu diesem Jubiläum.
Er ist Landrat des Landkreises Starnberg

 

150 Jahre später: Gottesdienst 2001 Variation 3

An eine Episode meiner Kindheit erinnere ich mich noch ganz genau: Unsere Familie hatte in der Kirche meines Heimatorts in der Oberpfalz auf der Empore über dem Altarraum ihren Stammplatz. Wir hatten von dort oben einen guten Überblick auf das Geschehen während des Gottesdienstes. Doch ich war wohl damit nicht zufrieden. So fragte ich meine Mutter: „Mama, wann gehen wir denn einmal in die Kirche und schauen nicht bloß zum Fenster hinein?" Mittendrin also wollte ich sein, eingebunden in die feiernde, hörende, betende und singende Gemeinde. Vielleicht war das bereits eine Vorahnung dessen, wie über 20 Jahre später das II. Vatikanische Konzil den Gottesdienst als die „Versammlung des feiernden Gottesvolkes unterwegs" beschreibt. Sich immer wieder Hoffnung, Mut und Wegweisung durch das Wort Gottes zusprechen zu lassen und an den Tisch des Herrn geladen zu sein, halte ich für mein Leben wichtig und wünsche dies auch vielen anderen.

Es ist für mich und für die gesamte katholische Pfarrgemeinde immer wieder ein Erlebnis, wenn Christen katholische, evangelische und aus den vielen anderen christlichen Kirchen zum gemeinsamen Gottesdienst zusammenkommen. Sind wir doch alle auf den einen Herrn Jesus Christus getauft. Dass wir oft und noch intensiver miteinander Gottesdienst feiern können, dies wünscht Ihnen und uns allen Katholischer

Dekanstellvertreter Herbert Zimmermann,

Herbert Zimmermann ist katholischer Pfarrer und seit 20 Jahren in Icking tätig. Er ist zugleich Dekanstellvertreter im katholischen Dekanat Wolfratshausen

50 Jahre später: Gottesdienst 2001  Variation 4

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, ein Jubiläum wie dies: 150 Jahre evangelische Gottesdienste im ursprünglich katholischen Gebiet südlich von München ist Grund genug über eigene Gottesdiensterlebnisse nachzudenken.

Den Gottesdienst, der mir nach 20 Jahren noch tief im Gedächtnis ist, erlebte ich bei einer Reise in der Süddiözese Tansanias.

Der Dorf Gottesdienst sollte um 10 Uhr beginnen. Aber zu diesem Zeitpunkt wurde ich noch vom Evangelisten durch den Ort geführt. Die Schläge, die, auf eine Autofelge gehämmert, zum Gottesdienst einluden, waren längst verstummt und noch immer machte keiner Anstalten zügig zur Kirche zu gehen. Auf meine Frage wurde geantwortet: „Der Gottesdienst beginnt erst, wenn alle da sind."

Obwohl ich die Sprache nicht verstand, die Übersetzung auch nicht überragend war, konnte ich die Gottesdienstlieder zumindest mitsummen. Immer wußte ich in welchem Teil des Gottesdienstes wir uns gerade befanden. Ich fühlte mich wohl in diesem Gebäude aus Lehm, auf Bänken die aus zwei Stützen und einem Brett bestanden. Die Freude und Lebendigkeit aller Gottesdienstbesucher überwältigten mich: Das Strahlen in den Gesichtern, die Ausgelassenheit, all das hat mich sehr bewegt und die Frage in mir geweckt: Warum sind unsere Gottesdienste manchmal so ernst. Da ist so wenig Platz für Spontanes. Geplant war das hier sicher auch nicht, aber es entwickelte sich: Da sprang plötzlich ein Chorleiter auf,

machte während der Predigt einen Luftsprung von gut 1,5 Meter und der Chor sang mit lauten Stimmen wie mir schien einfach so, weil gerade das Bedürfnis entstand.

Die Predigt war einfach und klar. Sie sprach von der Liebe Gottes zu uns Menschen. Und dazwischen immer wieder spontane Aktionen. Ich spürte: die Frohe Botschaft, die Freude, die Stimmung der Gottesdienstbesucher, das Singen alles passte zusammen. Es schien, als erlebte man die Liebe Gottes zu uns Menschen.

Sicher, das läßt sich nicht kopieren. Es würde auch nicht zu unserer Mentalität passen. Aber auch wir können im alltäglichen Leben Freude ausdrücken. Warum gelingt uns das so selten in den Gottesdiensten? Ich würde uns wünschen, dass wir auch freier werden, bis die „Frohe Botschaft" und unser Ausdruck einander mehr entsprechen würden. Dazu müssen alle helfen. Der Pfarrer ist nicht alleine zuständig für das, was im Gottesdienst geschieht.

Auch ich zeige meine Gefühle nicht immer gleich nach außen, aber darunter leide ich auch so manches Mal. Helfen Sie mit, dass unsere Gottesdienste mehr Freude über die Frohe Botschaft ausstrahlen, das zieht Menschen an und baut die Diskrepanz zwischen Freude über Gottes Angebot und Gottesdienstgestaltung ab. Das hilft auch Menschen, die gerade in schwierigen Lebenssituationen sind. Wir können in diesem Bereich noch viel lernen. Gott schenke uns, dass unsere Gottesdienste in Zukunft immer mehr von dieser Freude über seine Zusage aus strahlen.

Dekan Eberhard Schmidt

Dekan Eberhardt Schmidt leitet seit 1996 das Dekanat Weilheim, zu dem auch die Kirchengemeinden Starnberg und Feldafing-Pöcking gehören

 

150 Jahre später: Gottesdienst 2001  Variation 5

Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind... Drei Tage vor Epiphanias  oder: Heilig drei König wurde ich gebeten in einem kleinen Kirchlein in Kreuth und dann anschließend in Rottach am Tegernsee den Gottesdienst zu übernehmen. Ich bot mich an, mit dem VWBus zu fahren und an verschiedenen Stationen Gottesdienstbesucher mitzunehmen. Zur Vorbereitung eines Gottesdienstes in der Weihnachtszeit gehört es im Oberland schon fast dazu, daß es schneit. Am Tag vor Dreikönig schneite es nicht nur, sondern der Schnee fiel buchstäblich vom Himmel. Kaspar, Melchior und Balthasar waren in Bad Aibling schon unterwegs. Der einzige, den ich unter den Schneemännern erkennen konnte, war der Mohr. Ich war stolz darauf, daß sie seit ein oder zwei Jahren nicht mehr einen scheuen Bogen um das evangelische Pfarrhaus machten.

Meine Vorbereitungen für den Gottesdienst waren immer wieder unterbrochen durch Schneeräumen. Nach dem Wetterbericht um 22 Uhr zog ich in der Garage Schneeketten auf den Kleinbus. In aller Frühe ging's dann los. Der katholische Ortspfarrer begegnete mir auf Langlaufskiern und Rucksack auf dem Weg zur Messe. Auf der Landstraße war viel Schnee und wenig Verkehr. Auf der Autobahn am Irschenberg sah ich die Autos stehen: Kreuz und quer. Solange der Schnee nicht über die Stoßstange reicht geht es noch irgendwie. Ganz bis zum Kirchlein schaffte ich es mit dem Bus allerdings nicht. In Sichtweite der Kirche ging es weiter zu Fuß durch den Tiefschnee.

An den besprochenen Zusteigemöglichkeiten hatte niemand gewartet. Ob da heute jemand kommt? Nicht einmal der Schlepplift neben der Kirche war in Betrieb. Der Mesner war schon da. Ich half ihm, einen Weg zu schaufeln. Der Organist kam mit seinen Langlaufskiern: „Herr Pfarrer, wollen Sie heute wirklich Gottesdienst halten bei dem Wetter kommt bestimmt niemand." Der kleine Elektroofen in der noch kleineren Sakristei glühte. Wenn man zum Fenster hinaus schaute konnte man meinen, man sei in einem Iglu. Plötzlich klopfte es an der Türe. Herein kam ein Mann, ein Kurgast aus dem Ruhrgebiet. Vom Eise befreit strahlte er: „ Jetzt habe ich es doch noch geschafft! Ich gehe nämlich grundsätzlich jeden Sonntag zur Kirche!" Mesner und Organist stellten sich vor. Dann schaute der Kurgast etwas skeptisch in die Runde: „Dann bin ich ja wohl der einzige Gottesdienstbesucher" und nach einer Pause meinte er: „Herr Pfarrer, für mich alleine lohnt es sich nicht, einen ganzen Gottesdienst zu halten."

Es schneite weiter und tatsächlich kam niemand mehr. Ich bat den Kurgast zu bleiben. Wir setzten uns zusammen, sangen und beteten. Ich las den Predigttext und wir sprachen miteinander über das Wort Gottes. Es war eine unbeschreibliche Stimmung in unserem kleinen Kreis. Die Straße zum nächsten Gottesdienst in Rottach Egern war inzwischen geräumt, die Kirche geheizt und die Gemeinde versammelt wie eh` und je.

Seit damals hat mich jedes Jahr an Epiphanias unser Kurgast angerufen und sich dafür bedankt, daß dieser Gottesdienst eigens für ihn gehalten wurde.

Dekan Jürgen Wieber

Dekan Jürgen Wieber leitet seit 1998 das Dekanat Bad Tölz, dem die Kirchengemeinde Wolfratshausen angehört.

 

150 Jahre später: Gottesdienst 2001 – Variation 6

„Was treibt dich denn in die Kirche ?!"

Eine Frage, die mir, vor allem von Gleichaltrigen, oft gestellt wird. Wer mich dies meistens mit absoluter Verständnislosigkeit  fragt, teilt häufig die Ansicht vieler Jugendlicher, nach welcher ein sonntäglicher Gottesdienst eine Steigerung des normalen Schulunterrichts sei: „Man kann zwar nicht aufgerufen, und wegen seiner geistigen Abwesenheit vor allen blamiert werden; aber gerade das Fehlen dieses ,Kicks' macht alles nur noch langweiliger." Diese Leute haben noch nicht begriffen, was mir gerade besonders wichtig an der Kirche und vor allem am Sonntagsgottesdienst ist: Man kann alles, was einen sonst beschäftigt und belastet für eine gewisse Zeit ablegen und seelisch wieder Energie tanken. In einer besonderen, feierlichen Atmosphäre kann man sich auf sich selbst konzentrieren und darauf, was man inhaltlich erfährt. Dann fällt es plötzlich auch nicht mehr schwer, dem Geschehen und vor allem der Predigt zu folgen. Ich kann für mich dann wieder einen anderen Bezug zwischen Gott und dem Überweltlichen auf der einen, und den Problemen, Belastungen, aber auch den Freuden des täglichen Lebens auf der anderen Seite herstellen. Es ist mir dann nach wie vor möglich, mein eigenes Leben in seiner vollen Wichtigkeit zu sehen, aber ich habe nun etwas Distanz gefunden und kann mich vor allem an die unangenehmen Dinge mit neuer Zielstrebigkeit heranmachen. Gerade dies ist einer der beiden großen und entscheidenden Unterschiede zwischen der Kirche, bzw. dem Gottesdienst und den vielen anderen ,Erholungsmöglichkeiten': Man versucht nicht, wie etwa beim Sport oder bei den vielen Möglichkeiten des ,Feierns`, sich so zu betäuben, dass man von den Sorgen dieser Welt nichts mehr spürt, sondern man bekommt die Möglichkeit, die Dinge mit offenen Augen einmal anders zu betrachten. Das führt zu einem zweiten, fast noch wichtigeren Punkt: Man wird daran erinnert, dass man nicht alleine ist, dass es auch andere Menschen gibt, dass man einen ,Nächsten' hat, der auch Probleme hat, vielleicht noch schwierigere als die eigenen, und dass man ihm helfen kann diese zu lösen  und er einem selbst helfen kann. So wird man aus der eigenen Ich Bezogenheit herausgerissen und erkennt, dass sich Probleme in einem Miteinander viel leichter lösen lassen und man sehr viel Spaß und Freude gemeinsam haben kann. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, in der Kirche und in der Kirchengemeinde aktiv zu werden. Als Lektor und Jugendvertreter im Kirchenvorstand trage ich dazu bei, das Leben in unserer Kirchengemeinde mitzugestalten, soweit es mir neben meinem Abitur derzeit möglich ist.

Martin Böhme

Martin Böhme ist 19 Jahre alt, lebt seit 1986 in Icking. Er ist dort Abiturient und seit 2 Jahren Lektor und Mitglied im KV

 

150 Jahre später: Gottesdienst 2001  Variation 7

Ein besonderer Gottesdienst für mich!

Als mich Herr Pfarrer Gruber bat, über einen besonderen Gottesdienst, den ich als Gemeindeglied miterlebt oder den ich selbst gehalten habe, zu berichten, fielen mir leider nicht allzu viele Erlebnisse ein, die vor allem für die Leser wissenswert und segensreich wären. An einen besonderen Gottesdienst erinnere ich mich jedoch noch ganz genau und gern, der in meinem Leben eine lebenswichtige Rolle spielte, von dem ich hier zu Gottes Ehre erzählen möchte. Ein paar Jahre nach der Flucht aus meiner schlesischen Heimat wurde ich von einem Mitglied des Kirchenvorstandes der evangelischen Gemeinde in Schwabach/ Mittelfranken zu einem Gottesdienst besonderer Art, der nicht in einer Kirche, sondern in einem Gasthaussaal stattfand, eingeladen. Widerstrebend nahm ich die Einladung an, denn zu diesem Zeitpunkt stand ich der Kirche, dem Wort Gottes und allem, was damit zu tun hatte, kritisch, uninteressiert und ungläubig gegenüber, was sich nach dem Gottesdienst schlagartig veränderte. Auffällig viele Jugendliche besuchten den Gottesdienst,

was mir sehr gefiel. Auch die einfachen rhythmischen Lieder sprachen mich an. Auch ich als Unmusikalischer konnte mitsingen. Die äußere Gestalt des Pfarrers (Vollbart, tiefe Stimme, durchdringende Augen) machte auf mich den Eindruck eines Propheten. Alle diese Äußerlichkeiten machten mich wahrscheinlich empfänglich für die Botschaft des Evangeliums. Durch die eindringlichen Worte des für mich fremden Predigers fühlte ich mich von Jesus persönlich angesprochen, obwohl ich bis dahin seine Existenz ablehnte. Ein solches Erlebnis kann man nicht beschreiben, geschweige denn verstehen. Ich erlebte in diesem Gottesdienst, was man biblisch eine Bekehrung oder Wiedergeburt nennt. Ich wurde durch das Wirken des Heiligen Geistes ein gläubiger Christ. Dieser persönliche Glaube an den dreieinigen Gott, Vater, Sohn und Heiligen Geist, der mir aus Gnaden geschenkt wurde, begleitete mich im Dienst als Katechet und Prediger in der evangelischen Gemeinde Wolfratshausen und er erfüllt mein Herz als Rentner bis auf den heutigen Tag.

Karl Heinz Pfennig

Herr Karl Heinz Pfennig ist Gemeindeglied in Wolfratshausen. Er hält dort als Lektor selber Gottesdienste. Er ist 70 Jahre alt.

 

150 Jahre später: Gottesdienst 2001  Variation 8

Seit seinen Anfängen vor 150 Jahren hat sich das gottesdienstliche Leben in unserer Region reich entwickelt: Gemeinden sind entstanden, Kirchen wurden gebaut, eine bunte Vielfalt von Gottesdiensten wird heute angeboten: klassisch, ökumenisch, kindgerecht, familienfreundlich, meditativ und vieles mehr. Man kann verschiedene Formen ausprobieren und sich den Gottesdienst aussuchen, in dem man sich „zu Hause" fühlt.

Auch als Pfarrerin geht es mir so, dass ich mich in manchen Gottesdiensten wohler fühle als in anderen. Entscheidend ist für mich dabei nicht die Gattung des Gottesdienstes. Ein „normaler" Gottesdienst kann mich ebenso ansprechen wie ein Jugendgottesdienst; von einem PaulGerhardtChoral lasse ich mich ebenso gern zum Singen mitreißen wie von „fetziger" Gospelmusik; lebendiges "Familiengebrabbel" am Sonntag Morgen ist mir als Zwillingsmutter genauso lieb wie eine ruhige Taize Meditation am Abend. Es kommt für mich auf etwas anderes an: Gottesdienste sollten gefeiert werden, von der ganzen Gemeinde, nicht nur „gehalten" von einem Pfarrer oder einer Pfarrerin. Ich fühle mich in dem Moment wohl, wo etwas zwischen den Menschen passiert, wo Kommunikation glückt, wo vielleicht nur für eine Stunde Gemeinschaft entsteht. Wenn das passiert, dann hat das immer auch etwas mit Gott zu tun: „Heiligen Geist" nennt das die Bibel. Man singt, betet, hört, klagt, lobt und feiert gemeinsam. Jeder Besucher, jede Besucherin ist dabei beteiligt, der Gottesdienst ist keine "one (wo)man show". Die Beteiligung der Gemeinde kann ganz unterschiedlich aussehen: Manchmal entsteht dieses Gefühl schon, wenn alle kräftig einen schönen Kanon zustande bringen oder wenn wir einander bei der Feier des Abendmahls im Kreis um dem Altar die Hände reichen. Manchmal braucht es mehr, dass sich auch sogenannte „Laien" (die doch in Glaubensfragen aufgrund ihrer Lebenserfahrungen oftmals hochgradige Experten sind!) an einer Gottesdienstvorbereitung beteiligen: Predigtvorgespräche, eine Dialogpredigt, die Möglichkeit, während der Predigt ein paar Minuten mit dem Nachbarn oder der Nachbarin in der Bank Erfahrungen i auszutauschen oder ein freies Fürbittengebet, bei dem Gottesdienstbesucher sich spontan äußern können  all das sind Formen, die wir künftig mehr kultivieren sollten.

Zurecht haben die Reformatoren vom „Priestertum aller Gläubigen" gesprochen. Gottesdienst ist und bleibt eine Sache der Gemeinde, nicht allein eine Angelegenheit der „Profis". Und Gottesdienst beschränkt sich auch nicht auf die Stunde am Sonntag Vormittag, sondern umgreift im Grunde unser ganzes Leben. Martin Luther hat deshalb wohl einmal gesagt, sogar der Dienst einer Magd im Stall könne  recht verstanden  zum Gottesdienst werden. Auf einem Gutshof hat es angefangen, dass die ersten evangelischen Christen in unserer Gegend miteinander Gottesdienst gefeiert haben. Führen wir weiter, was sie uns vorgemacht haben: feiern wir unsere Gottesdienste lebendig, engagiert, hin und wieder ein bisschen anarchisch und immer mit dem Gefühl, dass es sich lohnt, weil wir alle beteiligt sind.

Pfarrerin Ulrike Aldebert

Ulrike Aldebert, Pfarrerin, 40, Jahre alt, teilt sich seit 1999 mit ihrem Ehemann Heiner in Icking die Pfarrstelle. Sie haben 2 Kinder.

 

150 Jahre später: Gottesdienst 2001  Variation 9

Gedankensplitter zum Gottesdienst

Sonntagsroutine: Nichts besseres vorhaben gesehen werden Pflichtübung für Konfirmanden  die Restfamilie zuhause darf ausschlafen.

Raus aus dem Alltagstrott abschalten zur Ruhe finden, auf andere Gedanken kommen Kraft schöpfen für die neue Woche.

Die Kirche ist geschmückt von der Orgel kommt schöne Musik - konzentrieren - vergessen, was „draußen" ist. Menschen mit den unterschiedlichsten Erwartungen -  wie soll da eine Predigt jeden erreichen?

Allein, tagaus tagein - Menschen treffen, ein gutes Gespräch führen. Es ist kalt - draußen und in der Kirche. Die Menschen schlagen den Mantelkragen hoch, stecken die Hände in die Taschen und wollen möglichst schnell wieder nach Hause - niemand spricht - wieder allein.

Noch immer arbeitslos - der Predigttext heute: Sehet die Vögel unter dem Himmel, sie säen nicht, sie ernten nicht und Gott ernährt sie doch. Der Hunger ist nicht das Problem.

Grenzenlose Trauer - warum? Antworten finden, die trösten, helfen. Tag und Stunde einer Beerdigung werden abgekündigt. In die Fürbitten werden der Verstorbene und die Täuflinge eingeschlossen.

Beziehungskrise  - Hilfe durch Zuhören?
Die Gemeinde singt ein fröhliches Lied - es fällt schwer, ruhig zu bleiben.

Deutsche Soldaten wieder im Krieg – wo ist dieser Gott, der hier nicht hilft? Wo finde ich ihn - wenn nicht im Gottesdienst?

Sündenbekenntnis: jeder kennt seine Fehler - „Sie sind Dir vergeben" - aber morgen, wenn der böse Nachbar wieder dasteht, der gemeine Kollege und die Ungerechtigkeit - dann ist der Hass wieder da, die unfreundlichen Gedanken, der Wunsch nach Rache gar. Ein Kreislauf zwischen Bekennen und Vergebung.

Wir beten
: Vater Unser ... Dein Wille geschehe - was dann, wenn Dein Wille wirklich geschieht?

....Dann hat der Besuch der Gottesdienste hoffentlich zu einem starken Glauben verholfen.

Hannelore Köhler

Frau Köhler hat 2 Kinder. Sie lebt in Berg mit ihrem Mann. Lange war sie im erweiterten Kirchenvorstand und im Christenrat und in der Mitarbeiterrunde. Sie arbeitet ehrenamtlich als Mesnerin und immer wieder als Lektorin im Gottesdienst. Eine besondere Freude ist die Enkeltochter Jana.

 

150 Jahre später: Gottesdienst 2001  Variation 10

Ein Gottesdienst, der mich tief bewegte

Der letzte Gottesdienst im Kirchenjahr trägt den Namen Ewigkeitssonntag. An diesem Sonntag liegt die Thematik auf der Endlichkeit unseres Lebens. In Liedern, Textlesung, Predigt und Gebeten bedenken wir, dass wir nicht wissen, wann für uns die Zeit gekommen sein wird, da Gott unserem Leben ein Ende setzen wird. Es ist in der evangelischen Kirche ein seit langem gepflegter Brauch, der im Laufe des Jahres verstorbenen Gemeindeglieder zu gedenken und ihre Namen zu verlesen. Die trauernden Angehörigen werden auf diesen Gottesdienst mit einer herzlichen Einladung aufmerksam gemacht. Am Ewigkeitssonntag 1999 verlieh unsere neue Pfarrerin Ulrike Aldebert diesem Teil des Gottesdienstes eine besonders schöne und würdige Form: Auf dem Altar standen viele Teelichte bereit. Beim Vorlesen der Namen der Verstorbenen im Wechsel zwischen Pfarrerin und Lektorin zündeten zwei Konfirmandinnen zu jedem Namen eine Kerze an. Das dauerte natürlich seine Zeit und gab der Gemeinde die nötige Ruhe und innere Sammlung, an all die Menschen zu denken, die wir im vergangenen

Jahr zu ihrer letzten Ruhestätte begleitet haben. Wer wie ich seit über vierzig Jahren in dieser Gemeinde lebt, sieht dabei viele vertraute Gesichter an sich vorüber ziehen. Im Anschluss an die Namensverlesung gab Frau Aldebert allen Gottesdienstbesuchern Gelegenheit, ihrerseits im Andenken an ihnen nahestehende Menschen eine Kerze anzuzünden. Dazu erklang von der Orgel tröstende Musik. Da diese Art der Totenverehrung in der evangelischen Kirche eher ungewohnt ist, traten zunächst nur wenige zum Altar, aber dann fühlten sich immer mehr dazu ermutigt. Ich denke, dass solche Zeichen der Verbundenheit einer Gemeinde sehr gut tun.

Ich fände es schön, wenn der neue Brauch am Ewigkeitssonntag zum festen Bestand würde.

Marlies Müller

Frau Müller ist 68 Jahre alt. Sie lebt seit 1957 in der Gemeinde Ebenhausen, ehemals im Kirchenvorstand, singt sie derzeit im Chor, ist Lektorin im Gottesdienst und freut sich an ihren 3 Kindern und 3 Enkelkindern.

 

150 Jahre später: Gottesdienst 2001  Variation 11

Ich weiß nicht, wie es Ihnen ergeht, aber wenn ich in eine fremde Stadt komme, üben Kirchen immer eine starke Anziehungskraft auf mich aus: Ich freue mich an Architektur und Farbenspiel, ich suche die Nähe zum Herrn, eine Stütze für meinen Alltag, die Gemeinschaft, Austausch von Gedanken und Gelebtem.

Was bedeutet es dann, wenn eine Familie  wie wir aus beruflichen Gründen für 3 Jahre nach China versetzt wird und dort eine völlig fremde Welt nicht nur in Glaubensfragen  vorfindet ? Wo der Besuch eines Gottesdienstes ein sehr schwieriges Unterfangen wird:

Zuerst versuchten wir mit Hilfe der „Deutschen Welle" Gottesdienste in Deutschland zu hören. Technische Probleme haben das beschwerlich, oft unmöglich gemacht. Dann baten wir Freunde in Deutschland, uns Gottesdienste auf Video aufzuzeichnen. Die wurden anlässlich von Dienstreisen heimlich, im Koffer, eingeführt. Ich erinnere mich an ein Gottesdienstvideo aus der Erntedankzeit, das erst kurz vor Weihnachten in China abgespielt werden konnte. Einige Zeit meinten wir mit dieser Situation leben zu können. Doch dann spürten wir ein ungestilltes Bedürfnis nach christlicher Gemeinschaft.

Bei einem Botschaftsempfang lernten wir ein Ehepaar kennen, welches in einem Nebensatz anmerkte, dass es seit kurzem auch in Peking regelmäßig Gottesdienst gäbe: Christen aller Konfessionen feierten Sonntags im Festsaal der deutschen Botschaft gemeinsam Gottesdienst. Wir waren begeistert und sahen Licht am Ende des Tunnels!

Der Weg bis dahin war für die deutsche Botschaft nicht unproblematisch, da chinesische Behörden keine größeren „unkontrollierten" Treffen und Menschenansammlungen tolerierten schon gar nicht, wenn es dabei um Kirche oder Religion ging, die in China als staatsgefährdend eingestuft wurden.

Der erste Besuch dieser Gottesdienste in diesem uns so fremden Land, war für uns wie „endlich Ankommen." Hier lernten wir Menschen kennen, erfuhren nebenbei Hilfreiches für die Bewältigung des Alltags und fühlten uns als Teil einer Gemeinschaft, die uns in ihrer Liebe zum Herrn Jesus Christus trägt.

Da war jeder einzelne gefragt, wenn es weiter so bleiben sollte. Alle 4 Wochen flog Pfarrer Schinke aus dem 2500 km entfernten Hong Kong ein. Jeder tat sein möglichstes, um diese Seelsorgebesuche des Pfarrers zu unterstützen: Eine Familie mit Auto übernahm die Fahrdienste, eine andere die Verpflegung, eine dritte die Übernachtungen. Alles nicht ganz ungefährlich, da die chinesischen Behörden auch vor Lauschangriffen nicht zurückschreckten und alle Privatbesuche zu melden waren.

Der Glaube und die Überzeugung „an der richtigen Front zu kämpfen", das heißt insbesondere dem zum Teil menschenverachtenden Lebensbild der Chinesen mit christlicher Nächstenliebe zu begegnen, wurde für uns zum verbindenden Element. Oft beschäftigten wir uns damals mit Paulus und wie er nach Besuchen in jungen Gemeinden über deren Schwierigkeiten und Erfolge schrieb. Wir fühlten uns ihm sehr nah, heute fast 2000 Jahre später. Wie er wollten wir die Liebe und das Vertrauen in Jesus weitergeben.

Als Pfarrer Gruber mich bat, ein paar Zeilen zum 150 jährigen Jubiläum der ersten evangelischen Gottesdienste zu schreiben, kam mir dies alles in den Sinn. Kein konkreter Gottesdienst, sondern eben dieses erschwerte Umfeld, in dem wir Gottesdienste damals in China feierten. Das hat sich fest bei mir eingebrannt:

Es kommt nicht auf die Pracht der Gebäude an, sondern auf die Menschen, die sich zusammenfinden, um den Auferstandenen als ihren Herrn anzuerkennen. Ich weiß nicht, wie die Gemeindeglieder vor 150 Jahren ihren Alltag als Protestanten in der Diaspora erlebten, ich kann nur erahnen dass es ihnen wohl ähnlich ergangen sein muss, wie uns im fernen China. Nichts desto trotz sind sie ihren Weg gegangen  bis heute. Ich danke ihnen im Nachhinein dafür und zolle ihnen meine Bewunderung und meinen Respekt und hoffe mit meiner Familie im Rahmen unserer Möglichkeiten den eingeschlagenen Weg weiter gehen und heute und in Zukunft für diese Kirche wirken zu können.

Ute Schumacher (36), Wolfratshausen

 

150 Jahre später: Gottesdienst 2001  Variation 12

In der kleinen Berger Johanniskirche, morgens um sechs. Die Christenheit feiert das Osterfest, und ich sehe die Hand kaum vor den Augen, so dunkel ist es. Leichtes Frösteln. Schlagen der Kirchentüre. Tuscheln, Knarren der Bänke. Schemen tasten sich auf die Plätze, geben sich leise grüßend zu erkennen. Nach und nach verschwinden die Geräusche, und das Flüstern verstummt. Stille. Erwartungsvoll atmende Finsternis. Dann das erste Wort, das erste Lied, das erste Licht. Inszeniert im schwarzen Nichts. Mit der Lesung der alten biblischen Texte, mit dem Entzünden der Osterkerze kehrt die Welt zurück zu den Sinnen. „Morgenglanz

der Ewigkeit" singen wir in die fliehenden Schatten der Nacht. Poesie des Augenblicks. Es gibt Gottesdienste, die fügen zusammen, was so unendlich weit voneinander zu liegen scheint: Biographie und Heilsgeschichte, Herz und Verstand, Gott und Mensch. Es gibt Gottesdienste, in denen wird die Welt vollkommen wenn auch nur für einen Augenblick. In Berg habe ich 1996 einen solchen Gottesdienst erlebt.

Dr. Marcel Nieden

Herr Dr. Marcel Nieden war Vikar bis 1997 in der Kirchengemeinde Starnberg am Ostufer des Starnberger Sees in Berg. Jetzt arbeitet er als Assistent für Kirchengeschichte an der kirchlichen Hochschule in Neuendettelsau



<    Oktober 2017    >
MoDiMiDoFrSaSo
 1Musikalischer Gottesdienst "Lust auf Kirche"
23Ökumenischer Gemeindeausflug nach Neuburg a.d. Donau
VCP Pfadinder
456BergerBlechBläser7Ökum. Gottesdienst8Gottesdienst
9Theologie für die Gemeinde10Seniorenkreis
VCP Pfadinder
11Kunstwerk des Monats12Forum zu Gegenwartsfragen13BergerBlechBläser
Offenes Tanzen
14Ökum. Gottesdienst15Gottesdienst
16Kirchenvorstandssitzung, öffentlich17VCP Pfadinder1819Buchvorstellungen von Franziska Sperr, Johano Strasser und Florian Hildebrand20BergerBlechBläser21Ökum. Gottesdienst22Gottesdienst m. A. - Einweihung des Glockenturms
Festprogramm zur Einweihung des Glockenturms
2324VCP Pfadinder252627BergerBlechBläser28Ökum. Gottesdienst29Gottesdienst m. A. in neuer Form
3031Gottesdienst - Reformationsfest
VCP Pfadinder
 

Aktuelle Nachrichten

Predigt am 18. So. nach Trinitatis 15.10.2017

 

von Pfarrer Johannes Habdank in St. Johannes

weiter lesen


Amtseinführung Pfarrer Zott

am 14.10.2017 in Aufkirchen

Bilder


Forum zu Gegenwartsfragen

mit Prof. Harz am 12.10.2017

Bilder


Kunstwerk des Monats Oktober 2017

mit Thomas Zacharias am 11.10.2017 im Katharina von Bora - Haus 

weiter lesen


Umzug von "Katharina" und "Martin" in den Glockenturm

am 09. und 10.10.2017

weiter lesen


Gemeindeausflug

nach Neuburg a.d. Donau am 03.10.2017

Bilder

 


Baufortschritte Glockenturm (29.09.2017)

Bilder